Startseite
Prozess gegen belgischen Ford-Kollegen verschoben
05.06.14 - Das Amtsgericht Köln hat den Auftaktprozess gegen einen der belgischen Ford-Kollegen verschoben, der für kommenden Mittwoch, den 11. Juni 2014, angesetzt worden war. Dies teilt der "Solidaritätskreis Fordkollegen" mit. Grund ist offenbar ein Formfehler bei der Zustellung der Vorladung. Diese war dem Angeklagten nur auf Deutsch zugesandt worden, nicht jedoch auf Flämisch.
Mit dem Gerichtstermin verschieben sich auch die geplanten Kundgebungen zur Solidarität mit den angeklagten Kolleginnen und Kollegen sowie die Veranstaltung zum Thema "Heute Genk - morgen Köln?". Für die Proteste bzw. Prozessteilnahme hatten bereits Kolleginnen und Kollegen aus der Autoindustrie und anderen Branchen ihre Teilnahme angekündigt.
Der Polizeiangriff auf die Ford-Kollegen, die am 7.11.2012 in Köln gegen die Schließung ihres Werks demonstriert hatten, und die anschließende Einleitung von Ermittlungsverfahren und Versendung von Strafbefehlen wegen "Landfriedensbruchs" bzw. "gefährlicher Körperverletzung" auf Betreiben der Klassenjustiz hatte bundesweit zu einer Welle von Solidarität geführt. Zwischenzeitlich sah sich sogar der Kölner Polizeipräsident gezwungen, in einem Zeitungsinterview von der damaligen Einsatzführung abzurücken.
Sobald ein neuer Gerichtstermin veröffentlicht, wird er bekannt gegeben. Der "Solidaritätskreis Fordkollegen" will sich nicht gefallen lassen, wenn Arbeitskämpfe kriminalisiert werden und ruft weiterhin zu Protesten und zur Prozessbeobachtung auf!