Jugend

REBELL Köln zum Jahrestag des faschistischen Nagelbombenanschlags

07.06.14 - Zum Jahrestag des Nagelbombenanschlags der faschistischen Terrortruppe NSU am 9. Juni veröffentliche die Kölner Ortsgruppe des Jugendverbands REBELL eine ausführliche Erklärung:

"Auf der belebten Keupstr. im Stadtteil Mülheim explodierte am Nachmittag des 9. Juni 2004 eine Nagelbombe, gefüllt mit über 5 kg Sprengstoff und 800 Zimmermannsnägeln. Die Bombe sollte vor allem türkische und andere Migranten treffen und unter ihnen ein Blutbad anrichten.

Nur durch Zufall starb niemand. Aber mehr als 22 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Für die Bewohner- und BesucherInnen der Keupstraße war aber klar, dass es ein Terroranschlag von Nazis gewesen ist. Wir vom Jugendverband REBELL sind solidarisch mit den Opfern diese Anschlags, die Angst und willkürlichen, skandalösen Drangsalierungen durch die Polizei ausgesetzt waren. ...

In der offiziellen Berichterstattung ist immer noch von Pannen in der Fahndung die Rede. Tatsächlich offenbaren sich strukturelle Verbindungen zu staatlichen Stellen. Alle inzwischen bekannten Umstände unterstreichen, dass offenbar systematisch ausgehend von Teilen der Geheimdienste der Terror der NSU-Bande geschützt werden sollte, die daraufhin noch zahlreiche weitere Morde begehen konnte. Verfassungsschutz und Polizei verhindern noch heute, dass die Taten der Faschisten aufgeklärt werden. Gleichzeitig wird immer mehr auf die 'Gefahr von Links' beschworen. Wenige Monate vor Aufdeckung der NSU erschien das Buch führender 'Verfassungsschutz'-Vertreter „Linksextrem – Deutschlands unterschätzte Gefahr?“

Über 180 von Faschisten ermordete Menschen seit 1990 waren kein Anlass, über 'rechtsterroristische Strukturen' nachzudenken? Einige Dutzend brennende Autos im August 2011 in Berlin wurden dagegen unter anderem vom SPD-Innenexperten Dieter Wiefelspütz genutzt, um die Gefahr einer neuen RAF zu beschwören. Linke und der Kampf gegen Unterdrückung und für Befreiung, sollen damit diffamiert werden. Wir sind für das sofortige Verbot aller faschistischen Organisation und ihrer Propaganda und für die Auflösung des Verfassungsschutzes. ...

Hoch die Internationale Solidarität! Solidarische Grüße Jugendverband REBELL

Die vollständige Erklärung auf www.rebell.info