Umwelt

Düsseldorf, eine Stadt im Ausnahmezustand

Düsseldorf, eine Stadt im Ausnahmezustand
Auch in Düsseldorf: Verwüstung, wohin das Auge sieht (rf-foto)

Düsseldorf (Korrespondenz), 12.06.14: Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt war mit am heftigsten von der Unwetterkatastrophe am Montagabend betroffen. 48 Stunden nach dem gewaltigen Orkan liegt Düsseldorf immer noch unter vielen Bäumen, umgeknickten Laternenmasten, Verkehrsschildern begraben.

Die Gedanken sind bei den viel zu vielen Menschen, die diesem Orkan zum Opfer gefallen sind. Den Menschen steht der Schrecken noch ins Gesicht geschrieben, und nach und nach wird jedem klar: hier ist etwas Gewaltiges geschehen!

Auffällig ist aber auch, dass es zwar auf der einen Seite ein großes Anliegen der Helfer ist schnell voranzukommen, aber auf der anderen Seite gibt es keinen ausreichenden Notfallplan. Auch wie die Kinder betreut werden, die aufgrund der Schließungen zu Hause bleiben müssen, ist privates Problem jedes einzelnen! Es gibt keine Notfallunterkünfte bzw. Betreuungen.

Die Situation bringt auch mit sich, dass bisher wildfremde Menschen sich auf der Straße unterhalten, man sich von seinen Erfahrungen berichtet und sich alles Gute und weiter viel Kraft zum Durchhalten wünscht.

Eine Diskussion ist auch entstanden um die angeblichen Unwetterwarnungen, die es jetzt im Nachhinein den ganzen Sonntag gegeben haben soll. Tatsächlich lief selbst im größten Lokalsender "Antenne Düsseldorf" sogar unmittelbar während des Sturms ganz normales Programm weiter, was schon skurrile Züge hatte. Für viele haben die Wetterdienste hier komplett versagt.

Die MLPD Düsseldorf wird diese regionale Sturmkatastrophe, ihre Ursachen und Konsequenzen, zum Anlass nehmen, noch intensiver das Buch "Katastrophenalarm! ..." zu bewerben. Auch die Organisierung der gegenseitigen praktischen Hilfe gehört dazu.

In der aktuellen Printausgabe der "Roten Fahne" findet sich eine Doppelseite zur regionalen Umweltkatastrophe in NRW. Die aktuelle Nummer kann hier bestellt werden.