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Gelsenkirchen und Stuttgart: Solidarität mit Andrea Rosal

Gelsenkirchen und Stuttgart: Solidarität mit Andrea Rosal
Andrea Rosal hält weinend ihr totes Kind im Arm (foto: Free Andrea Rosal Movement)

11.06.14 - Die philippinische Aktivistin Andrea Rosal, die von der Aquino-Regierung trotz Schwangerschaft ohne medizinische Betreuung im Gefängnis festgehalten wurde, hat in der Haft ihr Baby verloren. Das und die Menschenrechtssituation auf den Philippinen werden Themen einer Veranstaltung sein, zu der die Gelsenkirchener Gruppe des Frauenverbands Courage und die "Weltfrauen" zusammen mit der bekannten Aktivistin der philippinischen Menschenrechts- und Frauenorganisation Karapata, Tina Palabay, einladen. Die Veranstaltung findet am Montag, 16. Juni, um 19.30 Uhr im "Frauentreff Courage", Ringstr. 71, in Gelsenkirchen statt.

Die folgende Resolution für die Freilassung von Andrea Rosal hat die Stuttgarter Montagsdemonstration vor Kurzem einstimmig mit einer Enthaltung angenommen:

"Die Montagsdemonstration in Stuttgart gegen Hartz IV trauert mit der Philippina Andrea Rosal und um den Tod ihrer jungen Tochter Diona. Wir sprechen unser tiefes Beileid der ganzen Familie und allen Freundinnen und Freunden aus.

Andrea Rosal wurde im fünften Monat ihrer Schwangerschaft vom Staatsapparat der Philippinen unter dem Präsidenten Aquino III gefangen gesetzt. Als Tochter des verstorbenen Sprechers der 'Neuen Volksarmee' Gregorio Rosal, sollte sie Menschen dem Staatsapparat anzeigen, die der Kommunistischen Partei der Philippinen (CPP) und anderen Oppositionskräften zugerechnet werden. Ihre Anträge auf die Verlegung in ein Krankenhaus wurden erst direkt vor der Geburt von Diona umgesetzt. Aber es war zu spät. Diona starb trotz Wiederbelebung und künstlicher Beatmung nach einem Tag Leben am 18. Mai 2014. An der Beerdigung von Diona durfte Andrea Rosal nicht teilnehmen.

Diona ist ein weiteres Opfer der philippinischen Regierung und ihrer Unterstützer bis hin zur Bundeskanzlerin Merkel in Berlin. Mit ihrem berühmten Lächeln redet Bundeskanzlerin Merkel zwar immer gern und viel von Menschenrechten und Freiheiten, für die 'Verantwortung' zu übernehmen sei. Seit Jahren schweigt sie aber über die Lage der Menschenrechte in den Philippinen, die nicht nur von Amnesty International immer wieder kritisiert werden. Wir fordern

•die sofortige Freilassung von Andrea Rosal aus dem Gefängnis

•Freiheit für alle politischen Gefangenen in den Philippinen

•Bestrafung der Verantwortlichen"