Umwelt

Essen packt an - gegen Sturmfolgen

Essen (Korrespondenz), 16.04.14: Am Mittwoch nach dem Sturmtief hole ich meine Kinder vom Kindergarten ab. Hatte ich schon überlegt, was ich mit den Kindern am Nachmittag machen sollte, da alle Spielplätze in der näheren Umgebung total verwüstet waren, sah ich auf einmal eine 30-Mann-starke Truppe mit Handschuhen, Besen und Kettensägen auf unserem Spielplatz arbeiten.

Über die Facebook-Seite "Essen packt an" hatten sich die Leute organisiert und begannen, unseren Spielplatz wieder begehbar zu machen. Sofort packte ich, zusammen mit meinen Kindern, ebenfalls mit an. Die Kleinen schleppten dicke Äste auf die Haufen, wir machten die Wege frei vom Gestrüpp und mit den Kettensägen wurden die Eingänge wieder befreit. Immer mehr Nachbarn kamen aus den Häusern und halfen mit. Getränke wurden gespendet.

Es war eine tolle Erfahrung. Von wegen - der Mensch ist von Natur aus egoistisch. Davon konnte an dem Tag keine Rede sein.

Im Internet hingegen wird die Kritik an der Stadt Essen immer lauter. So hatte die Essener Polizei z.B. am Dienstag nach dem Sturm nichts Besseres zu tun, als zu blitzen – was zum Teil nach Protesten wieder eingestellt wurde.