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Philippinen: Protestaktion gegen Entlassung von Gewerkschaftern

20.06.14 - Am Montag, 16. Juni, haben sich 150 bis 200 Menschen vor dem Arbeitsministerium in Manila City (Philippinen) versammelt, um gegen Halbleiter-Produzent NXP Semiconductors Cabuyao zu protestieren, der am 5. Mai 24 Gewerkschaftsfunktionäre entlassen hat. Diese haben sich – im Einklang mit den philippinischen Arbeitsgesetzgebung - geweigert, an Urlaubstagen Überstunden zu machen.

An dem Protest beteiligten sich unter anderem Mitglieder von KMU (Kilusang Mayo Uno, Gewerkschaft 1. Mai), Migrante International und der Frauenorganisation GABRIELA. Später zogen sie in die Produktions-Wirtschaftszone, um vor der Firma selbst zu demonstrieren. Sie schoben die Tore auf und marschierten zum NXP-Komplex.

Der Kampf gegen die Entlassungen wird schon länger geführt und steht im Zusammenhang mit weiteren Fragen. Es geht auch um Lohnerhöhungen (gefordert sind 8 Prozent auf den Tageslohn oder 7 Prozent auf den Monatslohn, die Firma erhöhte lediglich um 3,5 Prozent) und um die Erhöhung der täglichen Reiszuteilung von einem halben auf ein ganzes Kilo. Eine Arbeiterin sprach bei der Demonstration und prangerte an, dass eine festangestellte Arbeiterin 11,22 US-Dollar pro Tag erhält, eine Leiharbeiterin aber nur 7,17 US-Dollar.

NXP ist weltweit aktiv, liefert unter anderem an Apple, Bosch, Delphi, Nokia, Siemens Network. Wer die KMU-Petition unterzeichnen will, die die Wiedereinstellung der 24 Entlassenen fordert findet sie hier.