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Philippinen: Zwangsräumungen verschärfen die Lage der städtischen Armen unerträglich

21.06.14 - In den letzten drei Jahren hat die kämpferische Organisation "Demolition Watch" mehr als 80 Zwangsräumungen in der Hauptstadt der Philippinen dokumentiert. Das betrifft in Metro Manila 37 Gemeinden und mehr als 63.000 Familien. Um Baugrund für schicke Hochhäuser, Konzernzentralen und Shopping-Center frei zu machen, werden Tausende Familien um Heim und Arbeitsplatz gebracht, und das mit großer Brutalität. Bisher gab es 14 Todesopfer.

Bei einer Räumung in  Sitio San Roque, North Triangle, Quezon City haben 1.000 Polizisten und ein Abrisskommando ohne jede Vorwarnung die Menschen vertrieben und alles platt gemacht. Tränengas und brutale Gewalt trafen fast 300 Menschen, davon 139 Kinder.

"Defend Job Philippines" macht diese Situation öffentlich und fordert von der Regierung, internationale Konventionen über Menschenrechte einzuhalten. Die Kampagnen-Verantwortliche von Defend Job Philippines, Melona R. Daclan, war im November 2011 u.a. auf Einladung des Kämpferischen Frauenrats in Deutschland, um die Solidarität mit dem weltweiten Kampf der Triumph-Arbeiterinnen um ihre Arbeitsplätze zu organisieren.