Betrieb und Gewerkschaft

1.300 indonesische Arbeiter kämpfen für Gerechtigkeit bei Adidas

1.300 indonesische Arbeiter kämpfen für Gerechtigkeit bei Adidas
(foto: inkota.de)

01.07.14 - Die folgende Pressemitteilung der indonesischen Gewerkschaft "Federation of Independent Trade Unions" (GSBI) ging der Redaktion über die Solidaritäts- und Hilfsorganisation "Solidarität International" zu:

"Wir vertreten die unfair entlassenen Arbeiter von PT Panarub Dwikarya (Mitglieder der Gewerkschaft PTP SBGTS). ... Wir fordern Adidas auf, die Verantwortung für das Schicksal der Arbeiter zu übernehmen. ...

Wir wissen, dass Adidas letztes Jahr 6,5 Prozent höhere Profite (403 Millionen US-Dollar) eingefahren hat ('Bloomberg', 7. Mai 2013). Adidas ist auch Sponsor der Weltmeisterschaft, bezahlt den Fußballer-Models wie Lionel Messi und David Beckham jede Saison 2,5 bzw. 8,5 Millionen US-Dollar. Durch die Weltmeisterschaft in Brasilien erwartet Adidas eine Verkaufssteigerung von mindestens 2,8 Milliarden ('Kompas', 13. März 2013). ...

Die PDK-Arbeiter wurden aufgrund ihres Protests gegen schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne (unterhalb des Mindestlohns), die Belästigungen und Einschüchterungen, die sie erleben mussten, unfair entlassen.

Seit Juli 2012 haben die meisten der 1.300 Arbeiter aufgrund des wirtschaftlichen Drucks ihre sehr kleinen Abfindungen akzeptiert. ... Bis heute führen noch 356 Arbeiter ihren Kampf um Gerechtigkeit fort. Im Namen der Rechte und Gerechtigkeit der Arbeiter fordern wir:

1. Adidas auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Firma (PT PDK) und Adidas Indonesien zu drängen, die Auseinandersetzung fair zu beenden.

2. Adidas und PDK auf, 356 Arbeiter wieder einzustellen oder eine Entschädigung und Abfindung in Übereinstimmung mit dem Arbeitsrecht zu zahlen.

3. Adidas und PDK auf, die Zahlung für die Verletzung der Rechte der Arbeiter zu zahlen.

4. Adidas und die Zulieferfirma auf, für mindestens ein Jahr die Krankenversicherung für die Arbeiter und ihre Familien zu zahlen.

5. Adidas und seine Zulieferer auf, die Koalitionsfreiheit und das Recht auf Tarifverträge zu respektieren."