Betrieb und Gewerkschaft

Bochumer Stahlarbeiter im Warnstreik

Bochumer Stahlarbeiter im Warnstreik
Warnstreik-Kundgebung in Bochum (rf-foto)

Bochum (Korrespondenz), 02.07.14: Hunderte Kollegen aus den Stahlbetrieben ThyssenKrupp Steel, Bochumer Verein, Doncasters und natürlich vom Stahlwerk Outokumpu beteiligten sich heute am ersten Warnstreik der IG Metall in der laufenden Tarifrunde. Es geht um die volle Durchsetzung ihrer Forderungen nach 5 Prozent Lohnerhöhung, Verlängerung der Übernahme aller Auszubildenden und Einschränkung von Werkverträgen – das machten alle Vertreter der verschiedenen Werke in ihren Reden klar.

Kein Wunder: Die Forderungsvorschläge hatten zuvor auch in den Bochumer Betrieben noch deutlich höher gelegen. Viele Kollegen forderten sofortige Urabstimmung und Vollstreik. Der Betriebsratsvorsitzende von Outokumpu, Murat Sanli, betonte unter lautem Beifall, dass die Kollegen trotz der Schließungsankündigung keine Abstriche an den gemeinsamen Forderungen machen und natürlich auch für den Erhalt ihres Werkes kämpfen werden.

Im Sinne des gemeinsamen Kampfs in Bochum und im Ruhrgebiet nahm auch eine Delegation von Opel-Kollegen an der Kundgebung teil mit einem Transparent "Kampf um jeden Arbeitsplatz statt Kapitulation und Abwicklungsvertrag". Während sie von den Stahl-Kollegen wie selbstverständlich aufgenommen wurden, verweigerte ihnen die IGM-Ortsbevollmächtigte Kerkemeier jedoch ein Grußwort an die Streikenden.