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China: Laut Regierungsstudie ein Sechstel des Bodens ist vergiftet

China: Laut Regierungsstudie ein Sechstel des Bodens ist vergiftet
Die Umweltbelastung ist das größte Problem des sozialimperialistischen Chinas von heute (foto: Peretz Partensky)

Marl (Korrespondenz), 01.07.14: Eine neue Untersuchung des chinesischen Ministeriums für Umweltschutz und des Ministerium für Land und Ressourcen hat eine besorgniserregende Bodenverschmutzung zu Tage gebracht. Für die Studie wurden in zwei Dritteln des Landes (6,3 Millionen Quadratkilometer) mehr als 100.000 Bodenproben entnommen. Das Ergebnis: ein Sechstel des chinesischen Bodens ist mit Giftstoffen belastet.

In 82 Prozent der belasteten Proben waren Cadmium, Quecksilber, Arsen, Chrom und Blei enthalten. Verursacher sind vor allem Giftschlacken aus Fabriken oder Bergbau, verseuchtes Bauland und die Spuren überdüngter Felder und verbotener Pestizide. 19,4 Prozent der Ackerflächen in China sind hochgefährlich verseucht, 10 Prozent der Waldgebiete und 10,4 Prozent der Steppen, sowie 11,4 Prozent des Brachlandes. Besonders betroffen sind das Wirtschaftsdelta der Jangtse-Strom-Region und die Perlfluss-Region. Stark verseucht sind auch die alten Schwerindustriegebiete in Nordostchina und alle Einzugsgebiete von Bergwerken oder Chinas 20.000 Chemiefabriken.

Die Ergebnisse dieser langjährigen Studie wurden von der chinesischen Regierung nicht veröffentlicht, weil es sich angeblich um ein "Staatsgeheimnis" handle. Die Einsicht in die Studie musste erst erklagt werden.

Im revolutionären China Mao Zedongs waren während der Großen Proletarischen Kulturrevolution noch beispielhafte umweltpolitische Maßnahmen ergriffen worden.