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Sommer- und Nachbarschaftsfest um die "Horster Mitte", "wo der Gedanke des Sozialismus wohnt ..."

Sommer- und Nachbarschaftsfest um die "Horster Mitte", "wo der Gedanke des Sozialismus wohnt ..."
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06.07.14 - Über 1.000 Besucherinnen und Besucher erlebten am gestrigen Samstag das 11. Sommerfest rund um die "Horster Mitte". Um 14 Uhr eröffnete Monika Gärtner-Engel das Fest. In der "Horster Mitte" "wohnt der Gedanke des Sozialismus", so Monika Gärtner Engel. Nicht nur, dass dort die Bundeszentrale der MLPD und die Redaktion der "Roten Fahne" untergebracht sind. Sie erinnerte, dass das Dienstleistungszentrum nur zu diesem attraktiven Zentrum werden konnte im Kampf gegen antikommunistischen Boykott und Unterdrückungsversuche - gestützt auf die Solidarität im Stadtteil, gestützt auf die ehrenamtliche unentgeltliche Mitarbeit hunderter Helferinnen und Helfer aus ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.

Von diesem Geist der Solidarität und des Zusammenhalts leben auch die "Horster Mitte"-Feste, die vollständig selbst organisiert sind: Dutzende fleißige Hände werkelten auch gestern selbstlos seit den frühen Morgenstunden. Schöne Stände mit selbst produziertem Schmuck über reichhaltige Verpflegung und politische Information zur Umwelt oder internationalen Solidarität, Trödel, Kunstwerk, T-Shirts, marxistisch-leninistischer und andererr Literatur … rund um das festlich geschmückte Dienstleistungszentrum wirkten schon von weitem attraktiv.

Tanz- und Musikgruppen aus Gelsenkirchen und Umgebung begeisterten, manche wie die "Crazy Girls" bereits zum wiederholten Mal. Immer wieder unterbrochen vom Regen, ließen sich die Teilnehmer davon jedoch nicht stören. Kaum war der letzte Tropfen gefallen, füllte sich der Bier- und Weingarten wieder in Windeseile.

Im Kultursaal zogen vor allem zwei Veranstaltungen jeweils bis zu 200 Teilnehmer in ihren Bann: Ein prominent besetztes Podium mit Betriebsräten und Gewerkschaftern aus der Auto- und Stahlindustrie und aus dem Bergbau diskutierte über die Situation im Ruhrgebiet, speziell die in Bochum durch die Schließungspläne von Opel, Outokumpo und Johnson Controls gefährdeten Arbeitsplätze. Ein gemeinsamer Kampf der betroffenen Belegschaften mit den anderen Belegschaften im Ruhrgebiet und der ganzen Bevölkerung ist notwendig und hat bereits begonnen, denn ein Detroit im Ruhrgebiet braucht niemand.

"Wohin soll das führen", fragte Stefan Engel, Vorsitzender der MLPD und Autor des Buch "Katastrophenalarm!", bei der Gesprächsrunde "Unwetteropfer mahnen: Wir brauchen einen Ausweg aus der drohenden Umweltkatastrophe!". Er spannte den Bogen vom schweren Unwetter am Pfingstmontag im Rheinland und Ruhrgebiet zu den Hauptfaktoren des Übergangs in eine globale Umweltkatastrophe. Und zog die Schlussfolgerung, dass eine neue sozialistische Gesellschaft aufgebaut werden muss, in der ein Paradigmenwechsel nötig ist, um die Einheit von Mensch und Natur als Grundlinie durchzusetzen.

Teil des Programms war das Malen eines Transparents "Keine deutschen Waffen nach Syrien! Sofortige Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und Zusammenführung ihrer Familien!". Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben darauf unterschrieben. Die auf dem Fest anwesenden syrischen Kinder und Jugendlichen freuten sich riesig und versprachen: "Künftig nehmen wir das Transparent auf allen Demonstrationen mit."

Mit einem Elfmeterschießen endete nicht nur das Viertelfinalspiel Niederlande gegen Costa Rica. Bereits am Nachmittag entschieden Elfmeter auch den Soccer-Wettbewerb, der von sieben Mannschaften ausgetragen wurde. Er war Teil eines attraktiven Kinderprogramms des Jugendverband REBELL, an dem sich 50 bis 60 Kinder und Jugendliche engagiert beteiligten. Am Abend zauberten die Rebellen Cocktails und etliche nutzten die Möglichkeit der Anmeldung fürs das Sommercamp.

Von der Kuchentheke mit Selbstgebackenem aus ganz NRW reichte das Angebot bis zu vielfältigen kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Herren Länder. Bratwurstschwaden zogen durch den Stadtteil. Viele Horsterinnen und Horster wissen inzwischen: beim "Horster Mitte"-Fest gibt es die Original-Thüringer-Bratwürste. Und wer Glück hat, bekommt sie von Stefan Engel - der aus dieser Region stammt - persönlich gegrillt.

Im Abendprogramm lockte die Band "La Cubana" mit lateinamerikanischen Rhythmen auf die Tanzfläche. Mit Live-Musik und Tanz bis Mitternacht ging es mit "Gehörwäsche" aus Köln und "Infrarot" aus Gelsenkirchen weiter. Fußballfreunde verfolgten die Viertelfinalspiele auf Großleinwand. Das Fest endete um 24 Uhr mit "Freunde für Leben" – dann wurde der Abbau gemeinsam angepackt. "Ich war zuletzt vor Jahren hier. Wahnsinn, wie groß und vielseitig das 'Horster Mitte'-Fest geworden ist – eine tolle Stimmung", so ein Teilnehmer aus Duisburg.