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Keine Bundeswehr in die Ukraine!

19.07.14 - Nach wie vor ist unklar, ob, wie und von wem die Boeing 777 der Malaysia-Airlines auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur abgeschossen worden ist. 298 Menschen verloren dabei ihr Leben. Augenzeugen im ostukrainischen Dorf Grabowe berichten, dass das Flugzeug in der Luft explodiert sei und die sterblichen Überreste der Passagiere auf Felder, Wälder und Bauernhöfe im Umkreis von 25 km fielen. "Es war wie ein Erdbeben", sagte eine ältere Dorfbewohnerin. Grabowe liegt zwischen der Stadt Schachtarsk und der Grenze zu Russland in einem Gebiet, das von prorussischen Separatisten kontrolliert wird. Beide Seiten bezichtigen einander, das Flugzeug abgeschossen zu haben. Laut CNN-Berichten habe die Auswertung von Satellitenaufnahmen ergeben, dass eine Boden-Luft-Rakete abgefeuert wurde. Die Pilotenvereinigung Cockpit fordert von den Fluggesellschaften eine Überprüfung der Flugrouten.

Während die Untersuchung der konkreten Ursachen noch am Anfang steht, weiß US-Präsident Barack Obama alles schon ganz genau. Es sei bekannt, dass die Separatisten einen "steten Strom von Unterstützung" aus Russland erhielten. "Das beinhaltet Waffen und Ausbildung. Und das beinhaltet Flugabwehrwaffen." Die Abschussrakete sei eine Boden-Luft-Rakete vom Typ Buk. Hierbei sei eine "technische Unterstützung durch russisches Personal" wahrscheinlich. Die Regierung in Kiew wiederum verbreitet, dass die Separatisten keine Raketensysteme besitzen, die für den Abschuss eines Flugzeugs in 10.000 Metern Höhe geeignet seien. Sie behauptet daher, die Rakete sei von russischem Staatsgebiet aus abgefeuert worden. Russlands Präsident Putin bezichtigt die ukrainische Armee, das Flugzeug abgeschossen zu haben. Die Untersuchungen vor Ort werden von beiden Ländern behindert.

Die westlichen Imperialisten verstärkten umgehend ihre psychologische Kriegsvorbereitung. Die deutsche CDU bringt einen UNO-Blauhelm-Einsatz ins Spiel. Die angebliche Friedensmission dieser Truppen ist reine Heuchelei. Die westlichen Imperialisten haben hierin das Sagen und nutzen sie für ihre Ziele. Auch von einer möglichen Beteiligung der Bundeswehr ist offen die Rede. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im  Bundestag sagte der "Rheinischen Post": "Wenn eine solche Mission zustande kommen sollte, würde auch Deutschland gefragt sein". US-Präsident Obama verständigte sich mit dem britischen Premierminister David Cameron und Polens Premierminister Donald Tusk auf weitere "drastische Sanktionen" gegen Russland.

Die Flugzeugtragödie führt drastisch vor Augen, dass angesichts der sich verschärfenden akuten Kriegsgefahr in der Ukraine der aktive Widerstand zum Erhalt des Weltfriedens herausgefordert ist. Die gegenläufigen Interessen von Russland einerseits und den USA und der EU andererseits, die die Ostgrenze der Nato bis zur russischen Grenze vorschieben wollen, prallen hier heftig aufeinander. Die Gefahr eines atomaren 3. Weltkriegs wird heraufbeschworen.

  • Lückenlose Untersuchung der Absturzursache und Bestrafung der Verantwortlichen!
  • Keine Bundeswehr in die Ukraine!