International

Solidaritätskundgebung "Stoppt die Bombardierung Gazas" in Essen

Essen (Korrespondenz), 21.07.14: "Solid", die Jugendorganisation der Partei "Die Linke", hatte unter der Losung "Stoppt die Bombardierung Gazas" für den 18. Juli auf dem Weberplatz in der Essener City aufgerufen. Über 2.000 Menschen, vor allem junge Leute arabischer Abstammung, fanden sich zu einer kämpferischen Kundgebung ein. Selbstverständlich beteiligten sich fortschrittliche und revolutionäre Parteien und Organisationen wie unter anderem DIDF, MLPD, REBELL, DKP, die türkisch-kurdische ICOR-Organisation MLKP und die Essener Montagsdemonstration. ...

Zuvor hatten Vertreter aus dem Kreis von Israel-Unterstützern "Solid" aufgefordert, die Kundgebung abzusagen, da die Möglichkeit bestünde, dass Neonazis und fundamentale Islamisten diese missbrauchen könnte. Diesem Ansinnen wurde öffentlich, auch auf der Montagsdemonstration, eine Abfuhr erteilt. Die bürgerlichen Medien und die CDU sahen dies als Steilvorlage, vor "Rechts- und Linksextremismus" zu warnen. Doch die Menschen ließen sich nicht von der Demonstration der internationalen Solidarität und ihres Friedenswillens abhalten. Unter großen Sicherheitsvorkehrungen fand die Kundgebung mit Eingangskontrolle und Genehmigung der Plakate durch die Polizei statt. ...

Die Plakate der MLPD "Freiheit für Palästina und Kurdistan" stießen bei vielen auf große Zustimmung und einige ließen sich mit ihnen ablichten. Es gab aber auch Diskussionen mit türkischen Nationalisten, die die Berechtigung des kurdischen Befreiungskampfes leugneten. Am Ende der Kundgebung wurde die palästinensische Gemeinde zur nächsten Montagsdemonstration eingeladen, um gemeinsam die Solidaritätsbewegung zu stärken.