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Irak: Widerstand und Einheit gegen faschistische IS-Banden entwickeln sich

Irak: Widerstand und Einheit gegen faschistische IS-Banden entwickeln sich
Araber kämpfen zusammen mit YPG-Kämpfern gegen die IS (foto: firatnews.com)

07.08.14 - Hunderte Menschen, die vor dem Terror der islamisch-faschistischen IS-Milizen geflohen sind, haben die Grenze zur Türkei durchbrochen und sind in der kurdischen Stadt Silopi in der Türkei angekommen. Dort wurden sie von den fortschrittlichen und demokratischen Kräften der HDP ("Demokratische Partei der Völker") begrüßt und versorgt. Während die IS-Banden im Norden des Irak (Südkurdistan) zeitweise weiter vorgerückt sind und Massaker gegenüber der dort lebenden christlichen und yezidisch-kurdischen Bevölkerung verübt haben, entwickelt sich jetzt unter maßgeblichem Einfluss von Kräften, die der PKK nahe stehen, der Widerstand und die praktische Solidarität mit den Flüchtlingen.

Die Volksverteidigungseinheiten (YPG) aus Rojava (Westkurdistan in Syrien) stellen sich mutig den islamischen Faschisten entgegen. In einer aktuellen Meldung der kurdischen Nachrichtenagentur ANF heißt es: "Das Dorf Dugura wurde von den ISIS-Banden nach einer gemeinsamen Operation der YPG und den örtlichen Widerstandseinheiten befreit." Auch Araber schließen sich diesem Widerstand an. In einer weiteren Meldung heißt es: "Arabische Jugendliche vom Stamm Schammar kämpfen an vorderster Front mit der YPG bei Zusammenstößen mit den ISIS-Banden an der Grenze von West-Kurdistan (Rojava)."

Nachdem sich gegen den von der irakisch-kurdischen KDP-Führung befohlenen Rückzug der Peschmerga-Kräfte unter dem Volk und auch innerhalb der Peschmerga heftiger Widerstand regte, entwickelt sich auch mit ihnen der gemeinsame Kampf. In einer weiteren Meldung heißt es, dass YPG und Peschmerga um die Stadt Rabia "Schulter an Schulter" kämpften. Die Solidarität und der weltweite Protest gegen die bereits statt gefundenen und weiterhin drohenden Massaker an den Kurden und Yeziden in der Region sind jedoch weiterhin dringend notwendig (siehe den Aufruf von Monika Gärtner-Engel dazu).