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Zum Tod der kurdischen Journalistin Deniz Firat

Zum Tod der kurdischen Journalistin Deniz Firat
Deniz Firat

13.08.14 - Am Freitag, 8. August, wurde die aus Van (Nordkurdistan/Türkei) stammende Journalistin Leyla Yildizhan, genannt Deniz Firat, in der Nähe des Maxmur-Flüchtlingslagers im Irak durch die islamisch-faschistischen IS-Banden getötet. Sie berichtete unter anderem für die beiden kurdischen Nachrichtenagenturen "ANF" und "Hewler" sowie die Fernsehsender "Sterk TV" und "Ronahi TV".

Die kurdische Nachrichtenagentur "ANF" schreibt in einem ersten Nachruf: "ANF verurteilt scharf die Angriffe auf Journalistinnen und Journalisten und betont, dass Journalisten unter allen Umständen geschützt und ihre Unversehrtheit garantiert werden muss. Deniz Firat war eine tapfere und außergewöhnliche Journalistin – sie war eine unserer wichtigsten Quellen für Informationen über die gegenwärtigen Kämpfe in Maxmur. ANF versichert, dass Gedenken an Deniz hochzuhalten und ihre Arbeit fortzusetzen."

Auf einer Trauerfeier in den Kandilbergen erklärte Sozdar Avesta, selbst yezidische Kurdin, die der Führung der KCK ("Union der Gemeinschaften Kurdistans") angehört: "In Rojava, Sinjar und Maxmur gibt es Krieg. Ich rufe das kurdische Volk in allen vier Teilen Kurdistans auf, dass es nun an der Zeit ist, die Einheit zu stärken. Diese kurdische Einheit wird gegenwärtig an der Kriegsfront verwirklicht." Die Beerdigung von Deniz Firat wird in ihrer Heimatstadt Van stattfinden.