Umwelt

Dieter Nuhr wieder einmal nu(h)r peinlich

Lübeck (Korrespondenz), 06.09.14: Nichts Böses ahnend schalte ich im Radio "NDR Info" ein. Die Moderatorin kündigt einen Beitrag des Kabarettisten Dieter Nuhr an. Und der greift ein umweltpolitisches Thema auf, nämlich die Warnung des Umweltbundesamtes, dass Fracking eine "Risikotechnologie" sei.

Na, denke ich, endlich wird dieses verharmlosende Wort mal auseinander genommen, denn „Risiko“ hört sich so an, als wäre es noch gar nicht erwiesen, dass Fracking Grundwasser und die Atmosphäre vergiftet und Landschaften verwüstet. Es kommt anders.

Dieter Nuhr meint ironisch, auch das Autofahren sei risikoreich, das Bahnfahren, denn es gäbe ja auch Auto- und Bahnunglücke und überhaupt: die Erfindung des Rades hätte zu diesen Risiken geführt. Das größte Risiko sei das Leben selbst. Was solle also die Warnung des Umweltbundesamtes, denn beim Fracking sei ja noch nichts passiert.

Ich staune. Ist der so ahnungslos, wie er tut, oder wird er von Energiekonzernen gesponsert? Wenn man Dieter Nuhr im Radio oder Fernsehen zuhört, ist man dem Risiko ausgesetzt, verdummt oder reaktionär beeinflusst zu werden. Man sollte das Motto der Atomkraftgegner beherzigen: Einfach abschalten!