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Shengal: Humanitäre Hilfe, Schutz und Unterstützung lebensnotwendig!

Shengal: Humanitäre Hilfe, Schutz und Unterstützung lebensnotwendig!
Frauen, Leben, Freiheit fordern kurdische Frauen (foto: afn)

09.09.14 - Die menschenverachtenden und mörderischen Angriffe der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bedrohen die Existenz verschiedener Völker und Glaubensgemeinschaften im Mittleren und Nahen Osten. Der Kämpferische Frauenrat veröffentlicht unter der Überschrift "Humanitäre Hilfe, Schutz und Unterstützung für die bedrohten Flüchtlinge in Shengal (Südkurdistan/Irak) und weiteren kurdischen Gebieten sind lebensnotwendig! Stopp dem Völkermord!" eine Solidaritätserklärung. "rf-news" dokumentiert: 

"Die menschenverachtenden und mörderischen Angriffe der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bedrohen die Existenz verschiedener Völker und Glaubensgemeinschaften im  Mittleren/Nahen Osten und weiten sich immer mehr aus. Nun sind seit Anfang August insbesondere die ezidische Bevölkerung in der Region Shengal (Südkurdistan/Irak) und hier besonders Frauen und Kinder in einer großen Notlage! (...)

Die IS-Banden verwandeln die von ihnen besetzten Gebiete in ein Gefängnis besonders für Frauen mit menschenverachtenden und frauenfeindlichen Bedingungen. Sie werden gezwungen schwarze Ganzkörperschleier, die nur ein kleines Augenfenster haben, anzuziehen. IS-Soldaten entführen und vergewaltigen Frauen und verkaufen sie wie „Waren“ zur sexuellen Ausbeutung. Imame vollziehen "Eheschließungen", die auf einige Stunden befristet sind, um Frauenhandel und -versklavung zu legitimieren.

Die ezidisch-kurdische Parlamentsabgeordnete Viyan Daxil prangerte dies im irakischen Parlament an: „Frauen werden vermarktet, vergewaltigt und als Kriegsbeute betrachtet!“
Wir Frauen des Kämpferischen Frauenrats sind entsetzt über die Angriffe der IS-Banden und die gegenwärtige Situation der Frauen, Männer und Kinder in Südkurdistan/Nordirak.
Ermutigend und zukunftsweisend ist, dass die kurdischen Kämpferinnen und Kämpfer inzwischen Schritt um Schritt und in harten Kämpfen der IS Niederlagen beibringen. Dabei waren es vor allem die mutigen Kräfte von YPG und den Einheiten der Frauen (YPJ), die voran gingen und auch die Kämpfer der Peschmerga überzeugten, sich nicht zurückzuziehen.
Gerade auf dem Hintergrund dieser weltweit beachteten und gewürdigten Rolle dieser Kräfte gegen die IS ist es empörend, dass in Deutschland die PKK weiterhin verboten ist – nicht aber die IS! Sie rekrutiert ungeniert junge Menschen für ihren faschistischen Krieg. Damit muss Schluss sein!

Wir schließen uns allen kämpferischen Frauen, besonders der kurdischen Frauenbewegung an und fordern alle Organisationen und Regierungen auf, sich für den Schutz der Bevölkerung einzusetzen, ...
Koordinierungsgruppe des Kämpferischen Frauenrats: Anne Wilhelm, Angelica Urrutia, Christiane Schröder, Fidan Yildiz und CENÎ, Kurdisches Frauenbüro für Frieden e.V.
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Die vollständige Erklärung in der kommenden "Rote Fahne" lesen