Politik

Zur Herbstdemo nach Berlin: Krankmachende Arbeitsbedingungen am Pranger

Eisenach (Korrespondenz), 09.09.14: Korrespondenten aus Eisenach berichteten an "rf-news", wie sie zur bundesweiten Herbstdemonstration gegen die Regierung mobilsieren.

Das erste Argument haben wir gestern veröffentlicht. Hier das zweite Beispiel: "Die krank machenden Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten.

Unregelmäßige Arbeitszeiten und ungesicherte Arbeitsverhältnisse haben seit der 'Agenda 2010' von Schröder sprunghaft zugenommen. 1991 galten für 42 Prozent der Beschäftigten unregelmäßige Arbeitszeiten, 2012 waren es schon 59,4 Prozent. Die Zahl der Leiharbeiter hat sich seit 2003 fast verdreifacht, von 327.331 auf über 900.000 heute. Inzwischen stagniert die Zahl, weil zunehmend auf die noch rechtloseren Werkverträge gesetzt wird, wo inzwischen auch schon etwa 600.000 Menschen beschäftigt sind.

Mehr als zwei Drittel der Leiharbeiter (67,2%) sind von Niedriglohn betroffen. Vor allem aber sind sie in viel größerer Unsicherheit, stehen unter ständigem Druck und können kaum planen, eine Familie zu gründen.

Aber auch bei den Stammbelegschaften wächst mit Hartz IV und Leiharbeit ein ständiger Erpressungsdruck, schneller und billiger arbeiten zu müssen. All das sowie krank machende Einflüsse in der Umwelt haben dazu beigetragen, dass psychische Erkrankungen rasant ansteigen. 2012 waren psychische Erkrankungen bereits mit 42% Prozent mit Abstand der häufigste Grund für den Zugang zu einer Erwerbsminderungsrente.

Es ist nötig, gegen diese Politik aktiven Widerstand zu leisten und es ist sehr gesund, gegen krank machende Zustände zu kämpfen! Deshalb: Alle auf nach Berlin am 13. September zur bundesweiten Herbstdemo gegen die Regierung! Meldet euch bei den Montagsdemos an für die gemeinsame Fahrt!"

Busse auf der Homepage der bundesweiten Herbstdemo