Politik

Protest gegen NPD-"Sommerfest" in Rottenbach (Oberfranken)

Truckenthal (Korrespondenz), 13.09.14: Rottenbach liegt in Oberfranken an der Grenze zu Thüringen, ganz in der Nähe von Eisfeld/Truckenthal. Der Sohn des ersten NSDAP-Bürgermeisters in Deutschland (in Coburg) besitzt dort ein Grundstück. Offenbar hat der Sohn nichts aus den Taten seines Vaters gelernt - er stellt sein Grundstück regelmäßig für Aktivitäten der NPD zur Verfügung. Die NPD lud nun am Samstag, den 6. September, zu einem "Sommerfest" ein. Als das "Fest" beginnen sollte, waren gerade mal zehn Pkw angereist. Gekommen sind aber ca. 50 Antifaschisten, vor allem aus der Region, die einen antifaschistischen Protest-Spaziergang durch Rottenbach organisierten.

MLPD und REBELL waren selbstverständlich dabei. Als der Spaziergang auf Höhe des Geländes war, wurde laut "Nazis Raus" gerufen. Ein älterer Faschist wollte provozieren, in dem er sich dem antifaschistischen Spaziergang mit einer Kettensäge näherte, die er laut aufheulen ließ. Die ca. 70 anwesenden Polizisten unternahmen nichts gegen diese eindeutige Provokation.

Auf der Abschlusskundgebung sprach neben einem SPD-Landrat, dem örtlichen Bürgermeister, einem DGB-Sprecher auch der REBELL, der die sofortige konsequente Anwendung des Artikels 139 Grundgesetz, also die Umsetzung des Potsdamer Abkommens forderte, nachdem in Deutschland alle faschistischen Organisationen sofort verboten werden müssen - dem wurde mit Applaus zugestimmt.