Politik

Schüler-Kunstwerk bei KZ Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen beschädigt - Verantwortliche bestrafen!

Böblingen-Sindelfingen (Korrespondenz), 12.09.14: Der "Gäubote" aus Herrenberg (zehn Kilometer von Böblingen-Sindelfingen entfernt) meldete am 4. September, dass "vermutlich im Laufe der vergangenen drei Wochen ... an einem zur KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen gehörenden Mahnmal ... nahe der Autobahn A 81 ein Bild abgeschraubt und ins Gras gelegt worden" ist. Das Denkmal steht für einen in den letzten Kriegstagen von Zwangsarbeitern erstellten Flugplatz. Dazu schrieb Klaus Hempjes aus Gärtringen bei Herrenberg den folgenden Leserbrief, der im "Gäuboten" auch abgedruckt wurde:

"Entsetzlich finde ich die Schändung der KZ-Gedenkstätte Hailfingen-Tailfingen. Doch zuerst Respekt den Schülern, die aktiv wurden. Wieder zeigt sich, dass Faschismus keine Meinung oder Ansicht ist, sondern ein Verbrechen. Solch eine Gedenkstätte zu schänden, muss mit aller Konsequenz verfolgt und bestraft werden. Die Vorgänge um den NSU zeigen, dass auch von staatlichen Stellen, sprich Geheimdiensten, faschistische Umtriebe geduldet und gefördert werden.

Hier kann es nur Eines geben, das Verbot aller faschistischen Organisationen und Parteien. Die Gedenkstätten sind zu schützen und den Opfern, linken Sozialdemokraten, Kommunisten, christlichen Widerstandskämpfern, Zwangsarbeitern und allen ethnisch Verfolgten die Ehre zu erweisen."