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Athen: "Wir sind Menschen, keine Nummern!"

20.09.14 - Am heutigen Samstag finden in Europa und in Washington Solidaritätsaktionen mit den 595 Reinigungsfrauen statt, die vor einem Jahr vom griechischen Finanzministerium entlassen wurden und seither unermüdlich um ihre Arbeitsplätze und ihre Ehre kämpfen (rf-news berichtete).

Letztes Jahr am 17. September wurden die 595 Putzfrauen des Finanzministeriums in Athen entlassen und ihre Arbeitsplätze an private Subunternehmer vergeben. Seit nunmehr 11 Monaten führen sie einen mutigen Kampf gegen die Politik der griechischen Regierung Samaras und der Troika: "Die Regierung versucht mit allen Mitteln, unseren gerechten Kampf zu unterbinden. Die Bilder der Gewalt gegen wehrlose Frauen von 50-60 Jahren durch Sondereinsatzkommandos sind um die ganze Welt gegangen. Einige von uns mussten aufgrund der barbarischen und ungerechtfertigten Angriffe der Polizei gegen uns stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Wir haben uns für unsere Würde entschieden. Zehn Monate Kampf, zehn Monate großer Armut und Probleme. Aber wir haben unseren Kampf weiter geführt und werden ihn fortsetzen. Wir fordern das unantastbare Recht auf Leben."

Für ihren Kampf erhalten sie viel Unterstützung – so z.B. durch ein Solidaritätskonzert mit der bekannten Sängerin Charis Alexiou in Athen im Sommer. Solidaritätsaktionen, Kundgebungen, Demonstrationen und Versammlungen finden heute vor griechischen Botschaften und Konsulaten, vor dem IWF-Gebäude in Washington und der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main statt.