Politik

Lufthansa will Streikrecht weiter einschränken

17.09.14 - Der Lufthansa-Passage-Vorstand Karl Ulrich Garnadt fordert eine Bündelung von Tarifverhandlungen in "volkswirtschaftlich sensiblen Verkehrsbereichen".

Garnadt sagte im Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe): "Wir respektieren natürlich das Streikrecht. Es gibt aber in der Verkehrswirtschaft Bereiche, die so sensibel sind, dass Streiks dort der gesamten Volkswirtschaft massiv schaden. Die Luftfahrt ist in einer globalisierten Wirtschaftswelt eine nicht zu ersetzende Infrastruktur. Wir brauchen neue Ansätze, die beispielsweise vorsehen, dass die unterschiedlichen Gewerkschaften ihre Tarifauseinandersetzungen in einem gemeinsam verabredeten Zeitkorridor bündeln. Dann kann es nur noch eine von Streiks bedrohte Periode pro Tarifrunde geben."

"rf-news" wandte sich im Artikel "Erfolgreicher Streik von Piloten und Lokführern" in aller Deutlichkeit gegen eine weitere Einschränkung des Streiksrechts.