Politik

20.000 junge Metallerinnen und Metaller in Köln: Jugend hat Zukunft!

28.09.14 - Unter dem Motto "Revolution Bildung" demonstrierten gestern 20.000 junge Metallerinnen und Metaller beim Jugendaktionstag der IG Metall in Köln. Im Mittelpunkt der offiziellen Reden stand und soll auch in Zukunft bei Tarifverhandlungen stehen: Unbefristete Übernahme entsprechend der Ausbildung! Die Übernahme nach der Ausbildung in einen unbefristeten Job ist eine Existenzfrage für Azubis. Aber nur etwa die Hälfte wird übernommen - und das meist nur kurz befristet. 40 Prozent der unter 25-Jährigen hängen in Praktika, Leiharbeit oder Teilzeitjobs. 28 Prozent der unter 35-Jährigen hatte noch nie einen festen Job. Eine planbares Leben ist so nicht drin. Weiterbildung schadet sicher nie, aber für ausreichend Ausbildungsplätze und Übernahme nach der Ausbildung sorgt sie nicht.

Die große Mehrheit der jugendlichen Demonstrantinnen und Demonstranten war unter 20 Jahre alt. Sie waren sehr diszipliniert, es gab nur wenige, die Bier tranken. Hier wächst eine engagierte Generation von Metallern heran. Auffallend war, dass es kaum Vorbehalte gegenüber MLPD und REBELL gab, unter den Jugendlichen schon gar nicht. In der Lanxess-Arena spielte am späten Nachmittag als Highlight die bekannte linke Band "Irie Revolte". Die war auch der Top-Act auf dem Rebellischen Musikfestival an Pfingsten in Truckental im Thüringer Wald.

Als die 20.000 über die Deutzer Brücke dahin demonstrierten, kamen sie an einer Balustrade am Hotel Maritim vorbei, dekoriert mit wehenden REBELL- und MLPD-Fahnen. Mit einer unüberhörbaren Lautsprecheranlage begrüßten MLPD und REBELL die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, forderten zur Solidarität mit den Opel-Kollegen auf, wiesen auf den "Katastrophenalarm" hin und starteten immer wieder Sprechchöre wie "Re- Re- Rebellion" und andere. Sie wurden von den vorbeiziehenden Demonstranten begeistert aufgegriffen. Das wiederholte sich alle 3 Minuten - bis nach einer heiseren Stunde der ganze Zug vorbei war.

Das Motto "Katastrophenalarm - Revolution auch zur Rettung der Umwelt" kam sehr gut an. Viele Trupps mit REBELL- und MLPD-Fahnen verteilten mehrere Tausend Werbe-Flyer für das Buch "Katastrophenalarm!" und die Herbststudienfreizeit des REBELL und verkauften das Buch. Es gab zahlreiche interessante Gespräche und den Wunsch nach Zusammenarbeit.