Jugend

IGM-Jugendaktionstag verspricht spannende Diskussionen über Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit und Revolution

IGM-Jugendaktionstag verspricht spannende Diskussionen über Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit und Revolution
Jugendaktionstag 2011 in Kön (rf-foto)

26.09.14 - 15.000 Jugendliche werden am Samstag, 27. September, zum Jugendaktionstag der IG Metall in Köln erwartet. Sie haben allen Grund, auf die Straße zu gehen. Die Bundesregierung preist Deutschland zwar gerne als Vorbild im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. Zur realen Situation stellt die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Harnack fest: "Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich für die Jugendlichen in den letzten Jahren verschlechtert. Die These, dass es zur Zeit mehr Ausbildungsplätze als Bewerber gibt, ist schlicht falsch. Fast jeder dritte Jugendliche ist 2013 bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz leer ausgegangen."

Offiziell wird immer die Zahl von 21.000 "unversorgten Bewerbern" für Lehrstellen genannt. Doch zehnmal so viele (250.000) Jugendliche befinden sich in so genannten "Warteschleifen": noch längere Schule, Bewerbungstrainings, Qualifizierungsmaßnahmen usw. Der Prozentsatz aller Bewerber, die einen Ausbildungsplatz bekamen, ging von 68,3 im Jahr 2012 auf 65 Prozent im letzten Jahr zurück. 2013 bildeten nur noch 21,3 Prozent der Unternehmen überhaupt aus. Und viele von den Jugendlichen, die ausgelernt haben, werden umso mehr ausgebeutet. So ist in der Auto-, Metall- und Elektroindustrie jeder dritte Beschäftigte Werksverträgler oder Leiharbeiter. Ein großer Teil davon sind gut ausgebildete, nicht übernommene Azubis.

Der Aufruf der IG Metall zum Aktionstag "Revolution! Bildung" trifft den Nerv der Jugendlichen. Zur Rebellion für eine bessere Zukunft braucht es den Einsatz der gewerkschaftlichen Kampfkraft für klare Forderungen wie "Übernahme aller Auszubildenden entsprechend der Ausbildung" und "zehnprozentige Ausbildungsplatzquote in den Großbetrieben".

Solche Forderungen sucht man allerdings im IGM-Aufruf vergeblich. Statt dessen orientiert er auf "ein besseres und gerechteres Bildungssystem", mit dem sich dann auch das Problem der Jugendarbeitslosigkeit löse. Die Arbeitslosigkeit hat ihre Ursache aber nicht im Mangel an Bildung, sondern in den Gesetzmäßigkeiten des Kapitalismus. Zur Steigerung der Ausbeutung der Arbeitskraft werden Arbeitsplätze vernichtet, ganze Werke geschlossen und eine "industrielle Reservearmee" geschaffen, die zum Drücken der Löhne usw. genützt wird. "Gerechte Bildung" wird es in der kapitalistischen Klassengesellschaft ohnehin nie geben.

Um das Problem der Arbeitslosigkeit und der sozialen Auslese bei der Bildung an der Wurzel zu packen, bedarf es tatsächlich einer Revolution. Im echten Sozialismus werden die kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung und damit auch die Arbeitslosigkeit überwunden. Alle Kräfte werden dann für den Aufbau der neuen Gesellschaft gebraucht. Für dieses Ziel treten die MLPD und ihr Jugendverband REBELL ein. Dann wird auch Schluss sein mit der rücksichtslosen Zerstörung der natürlichen Umwelt, die heute zum beschleunigten Übergang in eine globale Umweltkatastrophe führt. Das Buch "Katastrophenalarm!" gehört deshalb in die Hand eines jeden Gewerkschafters und wird morgen von den Genossinnen und Genossen der MLPD sowie des REBELL auf der Demonstration auch breit angeboten werden.