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11. Frauenpolitischer Ratschlag biegt in die Zielgerade ein

11. Frauenpolitischer Ratschlag biegt in die Zielgerade ein
Bei der Wahl des neuen Kämpferischen Frauenrats (rf-foto)

05.10.14 (11.00 Uhr) - Wer kämpft, kann auch feiern. Ganz nach diesem Motto beschloss der 11. Frauenpolitische Ratschlag den gestrigen Tag mit einem rauschenden Kulturfest. Zahlreiche vorbereitete Liedbeiträge standen im Mittelpunkt. Ein Chemnitzer Trio sang Lieder von Mikis Theodorakis, eine Gastfrau aus Mexiko begeisterte mit klassischen Arien, eine Truppe junger Mädchen aus Berlin rappte gegen Sexismus. Nach dem Programm spielte unter anderem die Band "Gehörwäsche" aus Köln und der Ratschlag tanzte.

Am heutigen Sonntag fand das Nationale Vorbereitungstreffen für die Weltfrauenkonferenz 2016 in Nepal statt. Bereits zweieinhalb Jahre vor der 2. Weltfrauenkonferenz hatte im Oktober 2013 das 2. Welttreffen der Koordinatorinnen in Johannesburg wichtige Weichen dafür gestellt. Dies berichteten die Europakoordinatorinnen Halinka Augustin aus den Niederlanden und Monika Gärtner-Engel aus Deutschland. In ihrem halbstündigen Bericht schlugen sie den Bogen durch die Geschichte des Weltfrauenprozesses von 2006 bis heute.

"Ganz besonders freuen wir uns über den jüngsten Erfolg der beeindruckenden Frauenkonferenz des Mittleren Ostens am 27./28. September 2014 in Diyarbakir/Türkei-Kurdistan", heißt es in dem Bericht. "Die Geburtsstunde der Koordination des Mittleren Ostens zur Weltfrauenkonferenz fand inmitten einer historischen Kampfsituation gegen den faschistischen, extrem frauenfeindlichen IS statt." Die Koordinatorinnen berichteten, wie sich der Weltfrauenprozess in Europa erweitert. Bei der letzten Europakonferenz waren 29 Delegierte aus 14 Ländern! Dies ist kein spontaner Prozess, sondern beruht auf intensiver Überzeugungsarbeit, Kontaktpflege und Beratung. Die finanzielle Unabhängigkeit des Weltfrauenprozesses ist dabei eine entscheidende Frage. Die Weltfrauenkonferenz in Nepal wird durch eine multilaterale Vorbereitungsgruppe vorbereitet und gesteuert. 

Weitere Informationen über die bisherige Vorbereitung der 2. Weltfrauenkonferenz in Nepal 2016 auf der Webseite http://conferenciamundialdemujeres.org/.

Auf der Basis von acht Vorschlägen diskutierte das heutige Nationale Vorbereitungstreffen die weitere Vorbereitung der Weltfrauenkonferenz 2016. Die deutschen Frauen verpflichteten sich auf ein Spendenziel von 300.000 Euro. Die Delegierten aus Deutschland für die Weltfrauenkonferenz werden 2015 von einer nationalen Frauenkonferenz gewählt. In einer kontroversen konstruktiven Diskussion wurden die Kriterien erarbeitet. Neu wurde festgelegt, dass eine Frau aus dem Aktionsfeld "Nein zur Gewalt an Frauen" kommen soll. 

Stellvertretend für den Weltfrauenprozess nahm Monika Gärner-Engel aus den Händen der griechischen Stahlarbeiterfrau Soula eine Skulptur entgegen: Athene, Göttin der Weisheit und des Kampfes.

Mehr über den 11. Frauenpolitischen Ratschlag in der nächsten Druckausgabe der "Roten Fahne" (sie kann hier bestellt werden). Mehr dazu demnächst auch auf der Website des Frauenpolitischen Ratschlags.