Politik

29.09.14 - Wieder neue Spur zum Oktoberfestattentat

Vor wenigen Tagen, 34 Jahre nach dem Oktoberfestattentat, reichte Rechtsanwalt Werner Dietrich beim Generalbundesanwalt seinen Antrag auf Wiederaufnahme der Ermittlungen ein ("rf-news" berichtete im Vorfeld). Erneut hat sich bei ihm eine Zeugin gemeldet, deren Aussage die These vom Einzeltäter Gundolf Köhler weiter untergräbt. Die Zeugin gab damals als Studentin Sprachkurse für Aussiedler, unter denen ein bekennender Neofaschist war. Im Unterrichtsgebäude hatte sie einen Stapel Flugblätter mit eindeutig faschistischem Inhalt und einem "Nachruf" auf Köhler gefunden. Im Münchner Polizeipräsidium wollte sie aussagen und wurde abgewimmelt. Danach wurde sie sechs Wochen lang beschattet.