Betrieb und Gewerkschaft

"Konzernweiter Kampf bis 'Daimler 2020' vom Tisch ist!"

"Konzernweiter Kampf bis 'Daimler 2020' vom Tisch ist!"
Am Werkstor von Daimler in Düsseldorf (rf-foto)

29.09.14 - Heute morgen wurde eine neue Ausgabe der Zeitung von Kollegen für Kollegen aller Daimler-Werke in Deutschland, "Die Stoßstange", mit dieser Überschrift verteilt. in dem Hauptartikel heißt es weiter:

"Der Düsseldorfer Betriebsrat hat für den Dienstag ab 0 Uhr Aktionen angekündigt. Das ist ein Erfolg der Belegschaft. Trotz massivem Druck durch Vorgesetzte und leider auch einzelner Betriebsräte gab es in der letzten Woche mehrere selbständig organisierte Aktionen. Zuletzt hatten am Freitag in der B-Schicht über 100 Kollegen die Arbeit niedergelegt. Herzlichen Glückwunsch an alle mutigen Kolleginnen und Kollegen!

Ab 0 Uhr Dienstag darf in Düsseldorf kein Sprinter mehr vom Band rollen! Dies kann zum ermutigenden Signal für alle Belegschaften werden, die im Kampf um ihre Arbeits- und Ausbildungsplätze stehen. Mit den Bochumer Opelanern muss man immer rechnen. Am Dienstag, den 30.9., tagt der Aufsichtsrat, um über den Generalangriff auf alle Belegschaften 'Daimler 2020' zu beraten. Statt jetzt 50 bis 60 Stunden Fertigungszeit pro Auto soll künftig ein Auto in 30 Stunden gebaut werden! Geben wir als Konzernbelegschaft die passende Antwort! ...

Besondere Angriffe erfordern besondere Maßnahmen: Der Vorstand muss merken, dass wir bereit sind, hart zu kämpfen. ... Düsseldorf ruft alle anderen Belegschaften auf: zieht mit! Nur wer kämpft, kann gewinnen!" (Hier der vollständige Text der "Stoßstange" im pdf-Format: Seite 1, Seite 2, Seite 3, Seite 4)

Bei Opel in Bochum erschien ein neues Flugblatt der Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit, "Offensiv", unter der Schlagzeile "Mit Freiwilligkeit hat das hier nichts zu tun ...". Darin heißt es unter anderem:

"'Mit der Faust' in der Tasche, oft gegen die eigene Überzeugung, dass ein Arbeiter seine Kündigung nicht unterschreibt, hat Opel nun massenhaft Kollegen die Unterschrift unter den Vertrag abgepresst. Unglaublich, was sie in den letzten Wochen und zuletzt zur Betriebsversammlung an Erpressung und undemokratischen Methoden aufgeboten und zugleich das Blaue vom Himmel versprochen haben, 'wenn man nur unterschreibt'. ... Gerade deshalb werden wir OFFENSIVEN mit vielen weiteren Kollegen weiterhin voll durchziehen, die Unterschrift verweigern und auf offensiven Kampf setzen. Wir freuen uns über jeden der mitmacht, werden aber auch keine Spaltung zulassen. ...

Es geht um mehr: Die kämpferische Bochumer Opel-Belegschaft machte wichtige Erfahrungen und setzte in den letzten Jahren Signale, die heute Arbeiter anderer Belegschaften zum Kampf ermuntern. Das wird jetzt zusammen kommen. Genau am 30.9. haben viele Belegschaften Aktivitäten zu einem revierweiten Aktionstag vorbereitet: Bei Outokumpo, ThyssenKrupp, Johnson Controls, Siemens. Auch die Düsseldorfer Daimlerarbeiter planen am 30.9. Kundgebungen und Demonstrationen gegen die geplanten 1.800 Entlassungen in ihrem Werk. ... Wir werden Teil der Aktivitäten sein und unsere Pausenversammlung unübersehbar an diesem Dienstag durchführen. ...

Der Kampf geht in die nächste Runde! Revierweit um jeden Arbeitsplatz! Keine Unterschrift für Erpresser!" (Hier der vollständige Text des "Offensiv"-Flugblatts)