Betrieb und Gewerkschaft

80 bis 90 Prozent der Züge standen still

80 bis 90 Prozent der Züge standen still
(foto: percygermany)

08.10.14 - Die Gewerkschaft der Lokomotivführer GDL ist mit ihrem Streik in der Nacht auf heute zufrieden. In einer Pressemitteilung bedankt sich GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky „bei den vielen Fahrgästen für das Verständnis für unseren Streik.“ 80 bis 90 Prozent der Güter- und Personenzüge der DB standen während des Streiks vom 7. Oktober 21 Uhr bis zum 8. Oktober 6 Uhr still oder hatten die entsprechende Verspätung.

Kein Verständnis hat die GDL für die Informationspolitik der Deutschen Bahn: „Das ist nicht Unfähigkeit, sondern Politik der DB, damit der Streik in ein schlechtes Licht gerückt wird und der Ruf nach einem Gesetz zur Tarifeinheit weiter unterfüttert wird.“ Mit diesem Gesetz plant die Bundesregierung, die Rechte kämpferischer Gewerkschaften zu beschneiden.

Die GDL vertritt mit 51 Prozent (19.000 Mitglieder) die Mehrheit der 37.000 Beschäftigten in den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) der DB. Weselsky: „Wir werden es uns nicht aus der Hand nehmen lassen, für unsere Mitglieder die Entgelt- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.“ Die GDL hat als Forderungsschwerpunkt die Entlastung des Zugpersonals in den Vordergrund gestellt. „Es muss Schluss sein mit permanenten Überstunden und überzogener Belastung. Deshalb ist die Begrenzung der Überstunden zwingend erforderlich“, so Weselsky. Außerdem fordert die GDL fünf Prozent mehr Entgelt und eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit ab 2015.

Verhandelt die DB mit der GDL nicht über das Zugpersonal, sind weitere Streiks vorprogrammiert.