Umwelt

Gladbecker Stadtbürokraten in Alarmbereitschaft

Gladbecker Stadtbürokraten in Alarmbereitschaft
Werbung in Gladbeck (rf-foto)

Gladbeck (Korrespondenz), 06.10.14: Bei herrlichem Spätsommerwetter führte der Kreisverband Gelsenkirchen/Bottrop/Gladbeck am vergangenen Samstag einen großen Informationsstand in der Gladbecker Fußgängerzone durch. Im Mittelpunkt stand die Werbung für das Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“.

Über 500 Werbeflyer waren bereits an die Bürgerinnen und Bürger verteilt, als ein Vertreter des Ordnungsamts, verstärkt durch einen Polizeihauptkommissar, erschien und die Standgenehmigung und den sogenannten „Reisegewerbeschein“ von uns verlangte. Was war das Verbrechen? Wir hatten doch glatt interessierten Gladbeckern das Buch auch zum Kauf angeboten und unter den Augen der Obrigkeit sogar verkauft. Insgesamt wurden sieben Exemplare vertrieben.

Das rief die Herren auf den Plan und die geballte Staatsgewalt verfügte ein Verkaufsverbot, da wir ja keinen „Reisegewerbeschein“ vorweisen konnten. Auch der Verweis darauf, dass seit Jahren die MLPD Informationsstände durchführt und Zeitungen und auch sonst lesenswerte Literatur ohne kommerzielle Absichten verkauft, reichte nicht. Vielmehr wurde ein weiterer Vertreter des Ordnungsamtes und sogar der Leiter des Ordnungsamtes hinzugezogen. Hektisch wurde mit weiteren Entscheidungsträgern telefoniert.

Umgehend machten wir diese Behinderung der Partei und der Umweltaktivisten zum Thema am offenen Mikrofon. Sichtlich unwohl verfolgten die „Ordnungshüter“, dass sie mit ihrer Alarmbereitschaft unseren Stand noch mehr zum Anziehungspunkt machten. Wir dürfen allen Beteiligten versichern: Wir lassen uns durch solche bürokratische Methoden nicht unterdrücken und die Strategiedebatte über den zukünftigen Weg im Umweltkampf schon gar nicht!