Umwelt

Morgen "Global Frackdown Day" - Höhepunkt der Aktionswoche der MLPD zum Buch "Katastrophenalarn!"

Morgen "Global Frackdown Day" - Höhepunkt der Aktionswoche der MLPD zum Buch "Katastrophenalarn!"
foto: CREDO.Fracking

10.10.14 - Morgen finden weltweit Demonstrationen, Kundgebungen, Veranstaltungen und Aktionsstände im Rahmen des internationalen Anti-Fracking-Tages ("Global Frackdown Day") statt. Die Homepage der internationalen Koordinatoren meldet weit über 200 Städte in zahlreichen Ländern vor allem Nordamerikas, Europas und Australiens, in denen Aktivitäten geplant sind. In Deutschland beteiligt sich die MLPD aktiv an geplanten Kundgebungen, Aktions- und Infoständen, oft auch im Rahmen von Aktionseinheiten mit Anti-Fracking-Initiativen und anderen Umweltorganisationen. Auch die revolutionäre Weltorganisation ICOR ruft zur Beteiligung am Anti-Fracking-Tag auf. In ihrer Resolution dazu heißt es unter anderem:

"Auf allen Kontinenten, besonders in Nordamerika und Europa, entwickelt sich der Widerstand gegen Fracking (hydraulic fracturing). Große Energiekonzerne wie ExxonMobile, BP, BASF mit ihrer Tochter Wintershall oder CEP (Central European Petroleum) lassen in Tausenden von Metern Schiefergesteinsschichten aufbrechen, um Gasreserven aus dem Boden zu fördern. Das EU-Rahmenprogramm HORIZON soll Energiemonopole beim Fracking als eine 'sichere, saubere und effiziente Energie'-Gewinnung bis 2020 mit 80 Milliarden Euro subventionieren. Sicher sind nur die Höchstprofite, die den internationalen Energiemonopolen winken.

In Europa wird Fracking in bürgerlichen Medien allerhöchstens als 'riskant' bezeichnet. Dabei wurden in den USA schon ganze Landschaften verwüstet und unbewohnbar gemacht ... Damit wird das Fracking zu einem weiteren wesentlichen Faktor für den beschleunigten Übergang zu einer globalen Umweltkatastrophe.

Um für die Bevölkerung das Fracking akzeptabel zu machen, wird 'clean fracking' und der Schutz von Trinkwassergebieten in Aussicht gestellt. Grundwasser kennt aber keine Grenzen und Fracking funktioniert nur mit einem zugesetzten Giftcocktail. Auch über 'Probe'bohrungen soll ein Beruhigungseffekt erreicht werden, aber damit sollen Tatsachen geschaffen werden. Für die Erhaltung unserer natürlichen Umwelt und damit unserer menschlichen Existenz kann es nur die Forderung geben:

Verbot von Fracking – weltweit! Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien! ...

Inzwischen wächst weltweit der Widerstand gegen das Fracking an. Die unterzeichnenden Parteien und Organisationen von ICOR Europa unterstützen nach Kräften die Widerstandsaktionen und setzen sich für den Aufbau einer internationalen Widerstandsfront gegen die drohende globale Umweltkatastrophe ein. Um die Einheit von Mensch und Natur zu erhalten, muss das imperialistische System beseitigt werden. In diesem revolutionären Kampf fällt der Arbeiterklasse die führende Rolle zu. Die ICOR-Parteien sind sich bewusst, 'dass erst der Sieg des Sozialismus weltweit die kapitalistische Umweltkatastrophe verhindern kann' (Resolution der 2. Weltkonferenz der ICOR).

- Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft!
- Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
- Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!
- Stärkt die ICOR-Parteien!"
(Vollständiger Text der Resolution)

Also Kopiervorlage findet man hier die ICOR-Resolution auf deutsch.

Die Beteiligung am weltweiten Anti-Fracking-Tag ist zugleich der Höhepunkt der Aktionswoche der MLPD zum breiten Vertrieb des Buchs "Katastrophenalarm!" (mehr dazu hier inklusive Leseprobe zum Thema "Fracking"). Das Buch wird auch morgen bei vielen der Aktivitäten unübersehbar angeboten werden und für interessante, spannende Diskussionen sorgen.

Hier Informationen der MLPD zum Global Frackdown Day und hier eine Übersicht über die weltweiten Aktivitäten.

"rf-news" wird morgen weiter über die stattgefundenen Aktivitäten berichten und wünscht sich dazu viele Korrespondenzen und Fotos (bitte möglichst bis 14 Uhr erste kurze Berichte an redaktion@rf-news.de schicken).