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Welle der Solidarität mit den heldenhaften kurdischen Kämpferinnen und Kämpfern

Welle der Solidarität mit den heldenhaften kurdischen Kämpferinnen und Kämpfern
Demonstration der Solidarität mit dem kurdischen Freiheitskampf am 4. Oktober 2014 in Stuttgart (rf-foto)

06.10.14 - Kämpferinnen und Kämpfern der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG gelang in der Nacht zum Montag unter schwierigsten Bedingungen die Verteidigung der Stadt Kobanê in der Rojava-Region gegen die faschistischen Terrormilizen des IS. Eine kurdische Kämpferin hat offenbar Dutzende IS-Extremisten getötet.

Die kurdische Nachrichtenagentur firat-news berichtet, dass viele Banditen der faschistischen IS während der Kämpfe in der 21. Nacht getötet wurden. Unter anderem verhinderten kurdische Kräfte einen Angriff mit einem bombenbeladenen LKW.

Zur Lage in der Stadt berichtet Asya Abdullah, die Co-Vorsitzende der PYD (Partei der Demokratischen Union) in einem Telefoninterview mit firat-news: „Im Zentrum von Kobanê geht das tägliche Leben weiter. Die älteren Menschen, die Frauen und Kinder sind sicher. Die Zusammenstöße finden um die Stadt herum statt, 2-3 km vom Zentrum entfernt. Tausende von YPG-Kämpferinnen und -Kämpfer wehren sich gegen die ISIS-Angriffe. Auch wenn ISIS in die Stadt eindringt, wird das nicht das Ende von allem sein. Es wird ihr Tod sein, denn wir werden Kobanê für sie zur Hölle machen.“

Vielerorts löst der heldenhafte Kampf eine Welle der Solidarität aus. Ein "rf-news"-Korrespondent aus Stuttgart berichtet: "Dafür demonstrierten letzten Samstag nachmittag 1.500 bis 2.000 Kurden, Jesiden, Aleviten und Christen, vom Kind bis zur Oma lautstark durch die belebte Innenstadt von Stuttgart. In Sprechchören wurde u.a. gerufen: "ISIS mordet – Türkei finanziert". "Stopp den Krieg – free Kurdistan - free Palestine" forderte ein großes Transparent. Mit Interesse wurden die 500 Pressemitteilungen der MLPD vom 29.9. aufgenommen, die wir verteilten. Leider waren nur sehr wenige deutsche Demoteilnehmer da."

Aus Rüsselsheim bekam "rf-news" diese Korrespondenz: "Am Samstag, dem 4. Oktober 2014 bewegte sich ab 15.00 vom Frankfurter Hauptbahnhof zum 'Römerberg' ein großer Demo-Zug mit ca. 4.000 Leuten durch die Stadt. Unübersehbar die Transparente, die zur Solidarität im Kampf der Kurden gegen die IS-Faschisten aufriefen. Ebenso unübersehbar die Solidarität mit Rojava, und seinem Herzen, dem hartnäckig Widerstand leistenden Kobanê! ... Es waren die unterschiedlichsten Fahnen und Transparente von fortschrittlichen Migrantenorganisationen zu sehen und von Parteien wie der  MLKP. ... Die Erklärung der MLPD vom 29. September stieß auf Interesse. Mehrfach bedankten sich ältere und auch jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei mir für die Unterstützung der MLPD für den Freiheitskampf in Rojava. Sehr beeindruckend war bei der Abschlußkundgebung auf dem 'Römerberg' vor dem Rathaus die Gedenkminute für die gefallenen Kämpferinnen und Kämpfer."

Auch die heutigen Montagsdemonstrationen werden in vielen Städten ein starkes Zeichen der Solidarität mit dem kurdischen Freiheitskampf setzen. Die MLPD ruft dazu auf mit aller Entschlossenheit die Verteidigerinnen und Verteidiger von Kobanê zu unterstützen und sich dem entsprechend an den Solidaritätsaktionen zu beteiligen. "Schützt Kobanê! Verhindert ein zweites Sengal! Verteidigt das mutige Rojava!", forderte Monika Gärtner-Engel, stellvertretende Vorsitzende der MLPD in einer Pressemitteilung Ende September - unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus der Region.

Die Bundesvertretung der Hilfsorganisation "Solidarität International" hat gestern eine Erklärung zur Solidarität mit dem Befreiungskampf in den kurdischen Gebieten veröffentlicht.