Umwelt

Seit wann sind Erdbeeren eine Katastrophe?

09.10.14 -  Normalerweise fließt einem das Wasser im Mund zusammen, hört man von frischen Erdbeeren. Nicht so, wenn Dr. Azra Sayeed davon erzählt. Das tat sie am 7. Oktober vor zahlreichen Gästen, die zu ihrem Vortrag ins ABZ Süd in Stuttgart gekommen waren. Azra Sayeed ist Frauenaktivistin aus Pakistan.

Da die Veranstaltung mitten in der Aktionswoche für das Buch „Katastrophenalarm!“ von Stefan Engel stattfindet, gehört das natürlich ebenfalls zum Thema.

Geben nun etwa schon Erdbeeren Anlass zum Katastrophenalarm? Ja, meint Frau Sayeed. Z.B. dann, wenn pakistanische Bauern massenweise Erdbeeren anbauen müssen statt Weizen, der dringend gebraucht würde für die Ernährung des Volkes. Erdbeeren verzehrt dort kaum jemand, zumal sie sowieso nur für den Export produziert werden.

Dazu kommt genverändertes und patentiertes Saatgut (inclusive der dazu gehörigen Pestizide) auch für andere Pflanzen, das wenige internationale Konzerne - wie Monsanto, BASF und Bayer - an die Bauern verkaufen, um sie abhängig zu machen. (mehr über die spannende Lesung in der übernächsten „Roten Fahne“ Druckausgabe. Erscheinungstag 17. Oktober)