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"Stiftung für Wissenschaft und Politik" - machtpolitisches Werkzeug der Regierung

Düsseldorf (Korrespondenz), 10.10.14: Zunehmend kommen bei Reportagen wie am vergangenen Dienstag zum Brennpunkt "Kobanê" in der ARD Sprecher der "Stiftung für Wissenschaft und Politik" (SWP) zu Wort. Der Name erweckt den Anschein einer neutralen Einrichtung. Aber was hat es mit dieser Einrichtung auf sich?

Unter anderem war diese Stiftung zusammen mit Vertretern des amerikanischen Außenministeriums im Januar 2010 in verdeckter Sabotage tätig. Es ging um Sabotageangriffe auf Atomanlagen des Irans im Juni 2010 ("The Guardian", 18.1.2011). Damals wurde ein Computerwurm gezielt in die Atomanlagen des Iran eingespielt.

In Syrien ist diese Stiftung tätig mit dem Geheimprojekt "Day After", der Vorbereitung des Tags nach dem Sturz von Assad, dem syrischen Präsidenten. Seit Januar 2012 bereitet sie den Sturz der syrischen Regierung vor, mitorganisiert vom regierungsnahen "US Institute of Peace" (USIP). (Quelle)

Guido Steinberg von der Stiftung wurde im ARD-Brennpunkt am Dienstag als Nahost-Experte präsentiert. Der "Experte" sprach von den Motiven der türkischen Regierung, dass der türkische Präsident Recep Erdogan den Sturz des syrischen Assad-Regimes als Ziel hat usw. Freilich verschwieg Herr Steinberg dazu, dass seine Stiftung selbst eng in die Vorbereitungen zum Sturz der Assad-Regierung verwickelt ist.

Hintergrundartikel der Informationsstelle Militarisierung e.V. (IMI) zur SWP