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Montagsdemo Bochum: "ISIS raus aus Kurdistan!"

Bochum (Korrespondenz), 16.10.14: So schallte es immer wieder bei der Demonstration der Bochumer Montagsdemo am 13. Oktober mit über 100 Teilnehmern. Beeindruckend war auch, dass es am offenen Mikrofon zwischen den verschiedenen kurdischen und alevitischen Organisationen keinerlei Differenzen gab. Das gemeinsame Ziel, den Befreiungskampf in Kurdistan zu unterstützen, verbindet alle Teilnehmer. Sie schilderten, mit welcher Menschenverachtung die IS vorgeht.

In einem Beitrag der MLPD und Beiträgen vieler Montagsdemonstranten wurde auf die Rolle der Bundesregierung und der USA eingegangen und die Aufhebung des Waffenembargos gegenüber den Befreiungskämpfern in Kobanê und Rojava gefordert. Ebenso die Aufhebung des PKK-Verbotes und die Freilassung ihres Vorsitzenden Öcalan, der in der Türkei seit Jahren inhaftiert ist.

Auf die Anmeldung einer spontanen Demonstration reagierte die Bochumer Polizei mit der Aufforderung, höchstens auf dem Gehweg zu gehen. Als die Montagsdemonstranten dies ablehnten, kündigten sie gegenüber den Anmeldern Strafverfahren an. Schon angesichts der 100 Teilnehmer war für die Montagsdemonstranten klar, dass sie auf der Straße gehen. Und siehe da – es ging ...

Den Abschluss bildete eine Schweigeminute für die gefallenen Freiheitskämpfer. Mit dem gegenseitigen Versprechen, unter kurdisch- wie deutschsprachigen (andere sind natürlich auch willkommen!) Bochumern zu werben und nächste Woche erneut zu demonstrieren, gingen wir auseinander.