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Rojava-Solidarität in Villingen-Schwenningen

Rojava-Solidarität in Villingen-Schwenningen

Villingen-Schwenningen (Korrespondenz), 13.10.14: Bereits am Donnerstag gab es in Schwenningen eine Solidaritätsdemonstration mit Rojava rund um das Rathaus mit etwa 120 Teilnehmern. Leider gab es nur Rufparolen, meist in türkischer Sprache; auf Redebeiträge wurde ganz verzichtet. Am Rande der Demonstration gab es eine Auseinandersetzung mit vier syrischen Männern, die für Assad eingestellt waren. Sie verfolgten die Anmelderin der Demonstration sogar bis nach Hause und wurden dort handgreiflich. Die Männer wurden mittlerweile von der Polizei festgenommen.

Am 11. Oktober gab es nochmals eine Solidaritätskundgebung in der Schwenninger Fußgängerzone mit etwa 70 Teilnehmern. Getragen wurde sie von Anadolu Federasyonu, ATIK, ADHK, DIDF, der alevitischen Gemeinde, verschiedensten Kurden, der Antifa VS und der MLPD. Die Redner drückten allesamt ihre Solidarität und Achtung vor dem Kampf in Rojava und konkret in Kobanê aus. Ein Redner der MLPD stellte heraus, dass in Rojava nicht einfach ein Diktator durch den nächsten ersetzt wurde, sondern eine sehr weitgehende Selbstverwaltung aufgebaut wurde.

Es wurde auch eine Parallele zum Befreiungskampf in Palästina gezogen und die Bundesregierung für das PKK-Verbot und die Waffenlieferungen an reaktionäre Regimes kritisiert. Fünf verkaufte "Rote Fahnen" und dreißig verteilte Flugblätter zeigen das Interesse der Teilnehmer, und auch vieler Passanten an den Positionen der MLPD.