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"Wir begrüßen den Kampf der Samstagsmütter"

25.10.14 - Dazu heißt es in einer Erklärung von ICAD ("International Committee against Disappearances") unter anderem:

"In den 1990er Jahren fanden in der Türkei und Nordkurdistan massenhaft extralegale Hinrichtungen, Morde durch Folter sowie Verschwindenlassen unter Haft  durch staatliche Kräfte statt. Am 21. März 1995 wurde Hasan Ocak, der gegen die faschistische Diktatur kämpfte, von der Polizei nach einem Aufstand im Istanbuler Stadtteil Gazi entführt. In der Haft ist er verschwunden.

Nachdem die Familie sowie Freunde Hasan Ocaks den Fall erfolgreich an die Öffentlichkeit herangetragen hatten, wurde die Leiche Hasan Ocaks am 17. Mai 1995 gefunden. Der türkische Staat wurde somit zum großen Teil entlarvt. Aus der Kampagne für Hasan Ocak entstand der organisierte Kampf der Samstagsmütter gegen das Verschwindenlassen in der Haft.

Am 27. Mai 1995 begannen die Samstagsmütter mit ihrer ersten Sitzaktion vor dem Galatasaray-Gymnasium in Istanbul unter dem Motto 'Die Mörder sind bekannt, wo sind die Verschwundenen', um gegen das Verschwindenlassen unter Haft durch den Staat zu kämpfen. ...

Wir begrüßen den entschlossenen und unermüdlichen Kampf der Samstagsmütter in der 500. Woche. ... ICAD ruft dazu auf, überall am 25. Oktober auf die Straße zu gehen, um den Kampf der Samstagsmütter in der 500. Woche zu begrüßen und um Rechenschaft für den Verbleib der Verschwundenen zu fordern." (Vollständiger Text der Erklärung)