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Chemnitz: IS-Faschisten greifen Kobanê-Solidaritätskundgebung an

Chemnitz: IS-Faschisten greifen Kobanê-Solidaritätskundgebung an
Polizei umstellt Kobanê Solidaritätsaktion (rf-foto)

27.10.14 - Die Organisatoren einer zweitägigen Solidaritätsaktion mit dem Kampf um die kurdische Stadt Kobanê in Nordsyrien berichten der Presse:

„Solidarität mit Kobanê“ unter diesem Motto fand am Freitag und Samstag 24./25. Oktober in Chemnitz ein großer Infostand mit Kundgebung statt. Es nahmen verschiedene deutsche und kurdische Organisationen und Freunde mit ihren Familien teil, zeitweise 30 bis 40 Frauen, Männer, Kinder. Zahlreiche Passanten blieben stehen, beteiligten sich an den Diskussionen, nahmen die Informationsblätter und zeigten Interesse für die Unterstützung des Widerstands gegen die IS-Truppen, sowie die medizinische und soziale Hilfe für Kobanê und Rojava.

Erst gegen Ende der Aktion am Samstagnachmittag tauchte eine Gruppe von 10 bis 15 Personen auf. Sie bedrohten die Teilnehmer sie, würden sie abschlachten, rissen mit 'Allahu Akkbar'-Rufen Transparente herunter und attackierten mit Steinen den Informationsstand. Sie trafen dabei auch Frauen und verletzten einen Mann so stark am Kopf, dass er ins Krankenhaus musste. Die Kinder waren schockiert und eines musste mit Atemnot ebenfalls ins Krankenhaus.

Auf ein Eintreffen der Polizei musste die Solidaritätsaktion sehr lange warten. Die Angreifer waren bis dahin schon längst geflüchtet. Die Polizei behandelte statt dessen die Teilnehmer wie Täter und forderte auf, die Solidaritätsaktion zu beenden. Sie umzingelte die Anwesenden und versuchte sie abzudrängen. Statt die Angreifer zu verfolgen, wurden die Teilnehmer der Aktion, auch Frauen und Kinder unter Druck und Angst gesetzt.

Nur eine Stunde später wurde ein kurdisches Geschäft in der Brückenstraße in gleicher Weise angegriffen und die Betreiber schwer verletzt. ...

  • Jetzt erst recht - die Solidarität mit Kobanê muss verstärkt werden!
  • Hoch die internationale Solidarität!“

Günther Slave, der Landesvorsitzende der MLPD in Elbe-Saale verurteilte umgehend diese faschistisch-islamistische Attacke: "Es zeigt die verkommene Denkweise dieser feigen Faschisten, dass sie nicht davor zurückschrecken, auch Frauen und sogar Kinder anzugreifen. ...

Wir verurteilen auch entschieden das Vorgehen der deutschen Polizei in
Chemnitz, die sich damit auf die Seite der islamistischen Faschisten und
gegen die Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf gestellt hat!"

Die ganze Solidaritätserklärung der MLPD lesen