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Weitere Korrespondenzen zum internationalen Aktionstag

Weitere Korrespondenzen zum internationalen Aktionstag
Statue an der Place de la Republique rf-foto

01.11.14 (21:00 Uhr) - Weitere Korrespondenzen zum internationalen Aktionstag zur Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf aus München, Nürnberg, Leipzig, Gelsenkirchen, Düsseldorf und Köln:

In Deutschland  zeigten sich die Demonstrationen gut besucht: In München demonstrierten 500 Menschen heute am Stachus ihre Solidarität mit dem Kampf in Kobanê. „... Die Redner der MLPD erhielt viel Beifall für den eindeutigen Standpunkt zur Notwendigkeit von Waffenlieferungen an die YPG/YPJ und PKK. Darin waren sich die Redner nicht einig, wenn z.B. ein DKP-Vertreter ausführte, Waffenlieferungen gingen oft in die falschen Hände und seien deshalb nicht richtig, man müsse insgesamt Waffenlieferungen unterbinden, das eröffne den Menschen dann Perspektiven. Diese Frage, so mahnte auch die Rednerin der MLPD, müsse unter den linken Organisationen weiter diskutiert werden... Sie stMünchenellte auch die Verbindung her zur Umweltfrage, der im Gesellschaftsvertrag von Rojava festgelegt ist, wenn sie sich auf eine demokratische Gesellschaft nach dem Prinzip der Einheit mit der Natur verpflichten. ... Viele Redner und Rednerinnen, u.a. auch vom Frauenverband Courage, betonten die große Bedeutung von Kobanê und Rojava im Kampf um dort verwirklichte Frauenrechte. ...“

Auf Initiative der Montagsdemonstration Gelsenkirchen fand heute mit bis zu 200 Menschen eine Kundgebung und Demonstration zur Solidarität mit dem Kampf um Kobanê in der Gelsenkirchener Einkaufsstraße statt. „Am Anfang der Kundgebung wurde mit einer Schweigeminute der gefallenen Kämpfer für Freiheit und Demokratie gedacht. ... 'Heute sind wir alle Kurden' sagte ein Gewerkschaftler und brachte damit die Stimmung unter den Teilnehmern auf den Punkt. Einmütig wurde gegen das Verbot der PKK in Deutschland protestiert und eine türkische Rednerin brachte zum Ausdruck, dass die Politik der türkischen Regierung auch in der Türkei auf Widerspruch stößt. In Dutzenden türkischen Sendern in Deutschland wird gegen den gerechten Kampf der Kurden gehetzt. Zeitweise schwoll die Teilnehmerzahl auf über 200 Menschen an und die nächsten gemeinsamen Aktionen zur praktischen Hilfe für die Menschen in Rojava wurden bereits angekündigt."

Aus Düsseldorf berichtet unser Korrespondent: „In Düsseldorf demonstrierten ca. 3.000 ihre Solidarität für Rojava/Kobanê. Das offene Mikrophon der MLPD wurde während der Demonstration von vielen Kollegen gerne aufgegriffen, um ihren Unmut über die Politik der Türkei und auch der Merkel-Regierung auszudrücken. Einige vorgetragene und zDüsseldorfum mitsingen bestimmte Lieder kamen gut an, besonders das Solidaritätslied zu Kobanê. Wichtigste Forderungen waren, dass Waffen an die YPG/YPJ geliefert werden und dass das PKK-Verbot aufgehoben wird. Auf der Abschlusskundgebung sprachen neben türkischen/kurdischen Rednern auch ein Vertreter der MLPD, der Linkspartei, Interventionistische Linke und der Falken."

In Leipzig „begann die Demonstration mit ca. 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sehr viel Jugend und auch Kinder. Am Beginn wurden die AuflaLeipziggen der Stadt Leipzig verlesen. Auf 40 Teilnehmer wurde ein Bild/ Plakat von Abdula Öcalan erlaubt. Die Stimmung ist kämpferisch und solidarisch, über die bestehenden Sprachbarrieren hinweg. Die Polizei provoziert nicht nur mit ihrem massiven Aufgebot. Immer wieder wurden Demonstranten kontrolliert, Taschen durchsucht usw.“

Auch in Nürnberg war die Demonstration ein Anziehungspunkt: "In Nürnberg fand eine machtvolle und kämpferische Demonstration und Kundgebung statt. Es kamen mehr als erwartet, bis zu 2.000 Demonstranten. Zur Demonstration hat ein breites Bündnis aufgerufen. Wir organisierten auf der Demonstration auch ein offenes Mikrofon für Parolen, Lieder und Redebeiträge. Während der langen Demoroute Nürnbergschlossen sich immer mehr Passanten an. An diesem Wochenende findet auch traditionell die Linke Literaturmesse statt, auf der wir mit einem Stand vertreten sind. Von dort aus gingen wir natürlich zur Demonstration. Nach Nürnberg reiste auch Unterstützung aus ganz Bayern an."

„Zum Schluss waren es deutlich mehr als 5.000 Menschen, die ihre Solidarität mit dem Befreiungskampf um Rojava und Kobanê demonstrierten.“ So der Bericht aus Köln. „Die Innenstadt war trotz des Feiertags gut mit Besuchern gefüllt, die den Kurzreden und Parolen teils interessiert zuhörten. Immer wieder wurden wir auch nach dem Anliegen der Demonstration gefragt, was meist begrüßt wurde. Kurden aus der Türkei, aus Syrien, dem Irak und Iran beteiligten sich, außerdem revolutionäre Organisationen aus der Türkei und Parteien und Organisationen aus Deutschland wie die DKP, Linkspartei, MLPD mit ihrem Jugenverband REBELL und einige weitere. 1.000 Flugblätter von REBELL und über 60 „Rote Fahnen“ fanden interessierte Abnehmer. Das offene Mikrofon der MLPD wurde schon beim Auftakt gut genutzt. Bewegend dabei die Berichte von Menschen, die erst kürzlich in Kobanê waren oder Freunde und Verwandte dort haben. Auf der Abschlusskundgebung überbrachte Ernst Herbert die kämpferischen und solidarischen Grüße von MLPD und REBELL, was mit viel Beifall aufgenommen wurde. Die Kölner Polizei musste sich Kritik anhören, weil sie eine Woche vorher Holigans und Faschisten die Straße für ihre faschistische Hetze frei gegeben hatte und weil sie die Abschlusskundgebung mit Kamerawagen abfilmte. Die Organisierung der Solidarität mit Kobanê wird in nächster Zeit sicher eine Kampfaufgabe bleiben!"