Betrieb und Gewerkschaft

Cockpit-Vorstandsmitglied Handwerg solidarisch mit GDL

Cockpit-Vorstandsmitglied Handwerg solidarisch mit GDL
Jörg Handwerg (foto: Cockpit)

08.11.14 - In einem Telefoninterview mit "rf-news" bezeichnete das Vorstandsmitglied der Pilotenvereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, die Planung eines Tariftreue-Gesetzes als Methode, um "durch die Hintertür das Streikrecht einzuschränken". Wenn kleine Gewerkschaften sich den größeren Gewerkschaften in Tarifauseinandersetzungen unterwerfen müssten, habe das "mit Demokratie nichts zu tun".

Die geplante massive Einschränkung der Grundrechte lehne die Pilotenvereinigung Cockpit grundlegend ab. Auch weil es um Fragen des Abbaus der Rechte aller Beschäftigten z.B. bei der Lufthansa geht. Da werde auch mit "Neid-Debatten gegenüber Piloten gearbeitet, eine klassische Methode der Spaltung der Arbeitnehmer durch das Kapital".

Dafür, dass die GDL ihre Grundrechte auf Streik verteidigt und sich nicht einschüchtern lässt, hat Handwerg "volles Verständnis". Angesichts einer Hetzkampagne will die GDL nicht nachgeben. Das Argument, unterschiedliche Tarife in einem Betrieb wären nicht möglich, sei nur eine "Ausrede".

Er selbst habe gestern getwittert "... Ich schäme mich für Hetzkampagnen gegen gesetzestreue Bürger" und meinte damit die persönlichen Angriffe auf Gewerkschaftsfunktionäre. Und dann auf eine Person an der Spitze konzentriert. Es sei überhaupt nicht in Ordnung, wenn das Privathaus von Weselsky und anderes veröffentlicht wird, um Druck zu erzeugen. Dafür habe er "keinerlei Verständnis" und stehe in dieser Frage voll hinter der GDL.