Wirtschaft

GDL: Richtiger Streik bei der Deutschen Bahn ruft wüste Hetze gegen kämpferische Gewerkschaft hervor

GDL: Richtiger Streik bei der Deutschen Bahn ruft wüste Hetze gegen kämpferische Gewerkschaft hervor

05.11.14 - Seit heute herrscht Stillstand auf der Schiene. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Lokomotivführer, Lokrangierführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten, Ausbilder, Instruktoren und Trainer bei der Deutschen Bahn (DB) ab 15 Uhr im Güterverkehr und von Donnerstag, 6. November, von 2 Uhr im Personenverkehr bis zum gemeinsamem Ende am Montag, den 10. November 2014, um 4 Uhr zum Streik aufgerufen.

Dazu die GDL in einer Presseerklärung: „Der Tarifvertrag für Verfahrensfragen der Deutschen Bahn ist ein Frontalangriff gegen die grundgesetzlich geschützte Koalitionsfreiheit. Die DB und mittelbar auch der Staat als Eigner der DB wollen hier eine Vorstufe eines Tarifeinheitsgesetzes durchsetzen, das im Lichte des Grundgesetzes niemals zulässig wäre. Und genau das wird das Zugpersonal der GDL nicht mitmachen. GDL-Bundesvorsitzender Claus Weselsky: 'Wir wollen und müssen im Auftrag unserer Mitglieder verhandeln, egal ob diese als Lokführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten, Ausbilder, Instruktoren oder Lokrangierführer in den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) der DB arbeiten. Dieses Grundrecht ist in Gefahr und damit die Funktion von Gewerkschaften an sich. Nach diesem Tarifdiktat sollen wir Scheinverhandlungen für das Zugpersonal führen und würden in Wahrheit zum zahnlosen Tiger. Genau das ist vom Arbeitgeber gewollt.'“

Parallel zum Streikaufruf beginnt in den bürgerlichen Massenmedien eine wüste Hetzkampagne gegen die GDL und speziell Claus Weselsky. Die „Bild“-Zeitung veröffentlicht heute die Telefonnummer des GDL-Chefs mit dem Aufruf, dort anzurufen. „Focus Online“ bringt Bilder vom Privathaus des GDL-Chefs. Somit wird ein kämpferischer Gewerkschaftsfunktionär durch die Herrschenden regelrecht „zum Abschuss“ freigegeben. Der Chef der Berliner Tourismusgesellschaft „visitBerlin", Burkhard Kieker, beleidigt Claus Weselsky persönlich und darf im Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) offen zum Streikbruch aufrufen. Nötig ist dagegen die volle Solidarität mit den streikenden GDL-Mitgliedern und mit Claus Weselsky. Ihr Streik ist voll berechtigt. Darüber hinaus muss die Forderung nach einem allseitigen gesetzlichen Streikrecht wieder ganz oben auf die Tagesordnung.

In der kommenden Druckausgabe der "Rote Fahne" erscheint ein Exklusiv-Interview mit Claus Weselsky. Sie erscheint am 7. November und kann hier bestellt werden.