Umwelt

Weltklimarat warnt vor irreversiblen Klimafolgen

Weltklimarat warnt vor irreversiblen Klimafolgen
Cover des Berichts

05.11.14 - Der November begann mit einem neuen Wärmerekord - 24,1 Grad war die Höchsttemperatur in Geilenkirchen im Bundesland NRW. Dazu passte die Veröffentlichung der "Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger" des Weltklimarats (IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change) am letzten Wochenende in Kopenhagen. Dieser Synthesebericht lässt keinen Zweifel an der Erwärmung des Klimasystems: "Der menschliche Einfluss wurde in der Erwärmung der Atmosphäre und des Ozeans, in Veränderungen des globalen Wasserkreislaufs, in der Abnahme von Schnee und Eis und im Anstieg des mittleren globalen Meeresspiegels nachgewiesen. Auch einige Veränderungen von extremen Wetter- und Klimaereignissen wurden auf menschlichen Einfluss zurückgeführt“, heißt es in den Kernbotschaften des Berichts (1).

Als Hauptursache der beobachteten Erwärmung seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird der Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen (Kohlendioxid, Methan und Lachgas) bestätigt, wovon mehr als 90 Prozent durch die Ozeane gespeichert wurden.

Das Programm der MLPD für den Kampf gegen die drohende Umweltkatastrophe fordert dagegen unter anderem: "Sukzessives und dann vollständiges Ersetzen fossiler Brennstoffe durch regenerative Energien! Energiegewinnung vor allem aus Sonne, Wind, Wasser und Bioabfällen! Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 70 bis 90 Prozent bis zum Jahr 2030 und klarer Kurs auf Absenkung des CO2-Gehalts in der Luft auf 350 ppm!"

Der Weltklimarat mahnt zwar zu sofortigem Handeln, die Emissionen müssten drastisch reduziert werden, sonst drohen "schwere, weitverbreitete und irreversible Klimafolgen" (ebenda). Doch allein schon das Ziel, die Erwärmung auf 2 Grad Celsius zu begrenzen, nimmt solche Konsequenzen in Kauf, wenn man bedenkt, welche Auswirkungen wir bei einem Temperaturanstieg seit 1880 um 0,85 Grad Celsius heute schon erleben. Auch die empfohlene Zeitspanne für eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2050 von 40 Prozent bis 70 Prozent gegenüber dem Jahr 2010 und von nahe null im Jahr 2100 reichen bei weitem nicht aus. Wenn dann auch noch "Atomenergie und fossile Energie gekoppelt mit Kohlenstoffabtrennung und -speicherung (CCS)" (ebenda) als kohlenstofffreie und kohlenstoffarme Energieversorgung in einem Atemzug mit den erneuerbaren Energien aufgeführt werden, dann ist das genauso, als wolle man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

Der Bericht lässt zudem völlig offen, wie und auf wessen Kosten die notwendigen Maßnahmen durchgeführt werden sollen. Er appelliert an die Regierungen und Verantwortlichen - also an diejenigen, die seit Jahrzehnten mutwillig sämtliche notwendige Maßnahmen boykottieren. Die MLPD ist der Meinung, dass zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft der Aufbau einer internationalen Widerstandsfront gegen genau diese Verantwortlichen in den Regierungen und Konzernzentralen notwendig ist.

Weitergehende Zusammenhänge und ihre Wechselwirkungen mit anderen hauptsächlichen Faktoren des Übergangs in die globale Umweltkatastrophe werden im Buch "Katastrophenalarm!" von Stefan Engel dialektisch behandelt. Der Bericht des Klimarat beschränkt dagegen die Problematik stark auf die Klimafragen.

(1) http://www.de-ipcc.de/_media/141102_Kernbotschaften_IPCC_SYR.pdf

Sowohl das Programm der MLPD für den Kampf gegen die drohende Umweltkatastrophe als auch das Buch "Katastrophenalarm!" können bei "People to People" bestellt werden!