Sozialismus

"Glaubst du wirklich, dass ich Angst vor dem Tod habe?"

"Glaubst du wirklich, dass ich Angst vor dem Tod habe?"
Jeder gefallene Verteidiger von Kobanê wird betrauert (foto: firatnews)

13.11.14 - Das "Kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit e.V. - Civaka Azad" hat folgenden berührenden Bericht des Journalisten Ersin Çaksu aus dem belagerten Kobanê veröffentlicht:

"… Die meisten ZivilistInnen sind entweder ältere Menschen oder Frauen mit Kleinkindern. Obwohl es ihnen nicht gestattet ist, an die Front zu gehen und gegen den IS zu kämpfen, brechen einige das Verbot. Xale Osman, 67, hat sich bewaffnet und kämpft an der Seite seiner beiden Söhne. 'Während die jungen Menschen hier sterben, glaubst du wirklich, dass ich Angst vor dem Tod habe?', fragt er mich. ...

In Kobanê herrscht eine enorme Solidarität. Reisen durch die Stadt wird von Tag zu Tag leichter, weil das erste Fahrzeug, welches man auf der Straße antrifft, anhält und einen zum Mitzufahren einlädt. Vielleicht erklärt genau diese Solidarität, warum Kobanê so lange durchgehalten hat. Es gibt nur wenige Menschen, die noch in ihren eigenen Häusern leben. Wenn es notwendig ist, stehen die Türen der Häuser für bedürftige Menschen jederzeit offen. Diejenigen, die noch in ihren Häusern sind, teilen sich den Käse, die Essiggurken, die Marmelade und das Trockengemüse, welches sie für den Winter angebaut hatten, mit den bedürftigen Menschen.

Obwohl die Menschen nur wenig zum Überleben haben, teilen sie es untereinander auf. Wenn zum Beispiel ein Auto benötigt wird, öffnet die YPG/YPJ eine Garage und notiert den Namen des Fahrzeughalters und das Nummernschild und das Fahrzeug kann verwendet werden. Es gibt keine kommerziellen Aktivitäten in der Stadt. Das einzige Geschäft, welches noch offen ist, ist die Bäckerei. Das dort gebackene Brot wird kostenlos an die Menschen verteilt. Andere Lebensmittel, vor allem Konserven aus Beständen und der humanitären Hilfe, werden an bestimmten Tagen untereinander gleichmäßig verteilt. ..."

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