Betrieb und Gewerkschaft

Daimler Bremen: Belegschaft herausgefordert

Bremen (Korrespondenz), 24.11.14: Immer wieder verschiebt die Werkleitung die Bekanntgabe der Pläne im Rahmen der Konzernstrategie "2020". So soll auch ein Zusammenschluss der verschiedenen Standorte und gemeinsamer Kampf verhindert werden. In Sindelfingen, Hamburg, Wörth und Kassel wurden entsprechende Betriebsvereinbarungen abgeschlossen. In Düsseldorf wehrt sich die Belegschaft gegen massiven Arbeitsplatzabbau. In Bremen sollte heute der Betriebsrat über geplante Fremdvergaben informiert werden.

Im Vorfeld ließen Vorgesetzte der Logistik des Rohbaus schon mal Pläne durchblicken und den Kollegen platzte der Kragen. In der Nachtschicht vom 19. November versammelten sich über 100 Kollegen, überwiegend der Logistik der C-Klassenproduktion, (Rohbau, Lack, Montage) und informierten sich bei ihren Betriebsräten. 40 PKWs liefen deshalb nicht von den Bändern und die Frühschicht wurde mit der Parole "Keine Fremdvergabe" - gesprüht auf den Asphalt – begrüßt.

Die Werkleitung stellte nun Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und verteilte Abmahnungen. Dagegen, gegen weiter drohende Fremdvergabe und die Entlassung von 40 Leiharbeitern zum Jahresende, rumort es in der Belegschaft und vor allem die Vertrauensleute fühlen sich herausgefordert.

Die nächsten Wochen werden spannend werden. Deutlicher denn je wird die Notwendigkeit, im Konzern geschlossen gegen die Strategie "2020", der Produktionsverlagerungen (Düsseldorf) und gegen die Abmahnungen vorzugehen.