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München am gestrigen 25. November: "Vielfalt der Forderungen auf der Straße"

München am gestrigen 25. November: "Vielfalt der Forderungen auf der Straße"
München: Auftakt der Kundgebung. Foto: rf-foto

München (Korrespondenz), 26.11.14: In der Münchner Innenstadt laufen die Vorbereitungen für die Weihnachtsmärkte auf Hochtouren. Für Demos und Kundgebungen bekommt man nur schwer einen Platz genehmigt. Also ließ sich das Münchner Bündnis "8. März" etwas anderes einfallen: einen Umzug in Form einer Picketline, einem Marsch hintereinander durch belebte Straßen – aber auf dem Gehweg. Auf diese Weise erreichten die 50 Frauen und Männer mit ihren 40 vielfältigen Schildern und bunten Fahnen große Aufmerksamkeit bei Passanten und dem Personal vieler Geschäfte.

An der Spitze wurde mit einem Megafon immer wieder laut erklärt, um was es beim Tag gegen Gewalt gegen Frauen geht. Manche schlossen sich dem Marsch einige Zeit an oder nickten zustimmend zu den getragenen Forderungen.

Einen Schwerpunkt bildete die Solidarität mit Rojava. Viele Kurdinnen und Kurden nahmen teil. Auf dem Odeonsplatz verband sich die Picketline mit einer Aktion gegen Gewalt an indigenen Frauen. 1.200 Indianerinnen werden seit 1980 in Kanade vermisst oder wurden ermordet.

Die Versammlung protestierte einhellig gegen die polizeiliche Hausdurchsuchung bei einer kurdischen Mitveranstalterin gestern Vormittag. Auch ein Grund, um bereits am Samstag in München wieder zu demonstrieren gegen das Verbot der PKK: Samstag, 14.00 Uhr, Max-Joseph-Platz.