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Weitere Berichte vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Weitere Berichte vom Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
Solidaritätswache von Frauen an der Grenze zu Kobanê (foto: firatnews.com)

27.11.14 - Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen wurde vorgestern auch von hunderten Guerilla-Kämpferinnen in den Bergen Kurdistans in Behdinan (Rojava) begangen. Das berichtet die kurdische Nachrichtenagentur ANF. Sozdar Vesta, ein Präsidiumsmitglied sprach dort auf einem Treffen der KCK (Vereinigung kurdischer Gemeinden) und sagte: "Wir kennen die Bedeutung dieses Tages sehr gut. Wir fühlen auch den Schmerz der Mirabal-Schwestern der Dominikanischen Republik. Wir leiden auch unter Gewalt. Unser Schmerz ist noch sehr frisch und junge Mädchen aus Kurdistan fallen jeden Tag im Kampf gegen Faschismus und männliche Gewalt." Und sie schloss ab: "Alle Frauen, die Freiheit und Demokratie wollen, sollen wissen, dass die YJA-Star und die YPJ ihre Existenz als Verteidiger der Frauen in diesem Land fortsetzen werden." (YJA-Star und YPJ = Frauenverteidigungseinheiten in Türkisch-Kurdistan und Nordkurdistan/Rojava - Anm. d. Red.)

In Nairobi in Kenia gingen rund 1.000 Frauen auf die Straße und riefen: "Meine Kleidung, meine Entscheidung!" Sie kämpfen dagegen, dass Männer Frauen mit kurzen Röcken auf offener Straße die Kleider vom Leib reißen und sie verprügeln. In einen Fall wurde Anklage erhoben und wurden die Männer zu einer Strafe von einem Euro verurteilt.

Aus Deutschland erreichte uns noch ein Bericht aus Braunschweig, in dem es unter anderem heißt: "Erstmals seit mehreren Jahren fand mit rund 50 Frauen und Männern eine Kundgebung mit Protestdemonstration am 25. November gegen Gewalt an Frauen statt. Initiiert vom Frauenverband Courage, protestierten verschiedene Organisationen wie der kurdische Kulturverein Salzgitter, einzelne Frauen vom 8. März-Bündnis, 'Solidarität international' und die MLPD. ... Eindrücklich wandten sich mehrere Rednerinnen gegen Sexismus, gegen die Anleitung zur Vergewaltigung per Videospiel, gegen die Gewalt auch in Kriegen wie der Ukraine und in Kobane sowie durch die Kürzungspolitik der EU wie in Griechenland. Der Wunsch nach einer befreiten Gesellschaft wurde kundgetan. ... Alle waren begeistert über eine erfolgreichen unüberhör- und sehbaren Protest und fanden, nächstes Jahr werden wir mehr."