Umwelt

Schweiz: Große Mehrheit gegen weitere Zuwanderungsbegrenzung

Schweiz: Große Mehrheit gegen weitere Zuwanderungsbegrenzung
Protest des Schweizer Gewerkschaftsbund gegen Ecopo (foto: sgb)

01.12.14 - Gestern fanden in der Schweiz mehrere Volksabstimmungen statt. Darunter eine pseudo-ökologisch begründete, rassistische Initiative zur weiteren Beschränkung der Zuwanderung in die Schweiz (Ecopop). Die reaktionären Initiatoren forderten eine fixe Einwanderungsquote in der Verfassung und gleichzeitig in Afrika Kondome zu verteilen, um eine dort angeblich stattfindende Bevölkerungsexplosion zu stoppen.

74,1 Prozent der Schweizer Bevölkerung lehnten das ab - bei einer Beteiligung von 49,4 Prozent. Die Genossinnen und Genossen der ICOR-Organisation MLGS begrüßen das Ergebnis. Sie hatten mit vielen anderen in den letzten Wochen intensiv für eine Ablehnung von Ecopop geworben. Die MLGS brachte auch den Aspekt in die Diskussion, dass Ecopop von den Hauptverursachern der Umweltzerstörung in den internationalen Übermonopolen ablenkt und statt dessen die Einwanderung zum ökologischen Hauptproblem macht.

Selbst verschiedene Unternehmerverbände, denen sonst jede nationalistische Spaltung der Arbeiterklasse recht ist, sprachen sich diesmal dagegen aus. Sie fürchten, nicht mehr genug preisgünstige, flexible und hochqualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen.

Noch im Februar 2014 hatte die Schweizer Bevölkerung mit knapper Mehrheit einer Zuwanderungsbegrenzung zugestimmt. Dazu schrieb rf-news seinerzeit: Volksabstimmung in der Schweiz: Was steckt hinter der knappen Mehrheit für die Begrenzung der Einwanderung?