Umwelt

Aktionen in 50 Städten zum ICOR-Umweltkampftag

Aktionen in 50 Städten zum ICOR-Umweltkampftag
Grüße vom Schneemann aus Hannover. Foto: rf-foto

06.12.14 - Die revolutionäre Weltorganisation ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) hat dazu aufgerufen, am heutigen internationalen Umweltkampftag "kämpferische Aktionseinheiten von Arbeitern, Bauern, der Bevölkerung mit indigenen und afrikanischen Wurzeln, Frauenorganisationen, Jugendlichen, Verteidigern der Umwelt und Umweltschützern vorzubereiten und durchzuführen."

Hier der Aufruf der ICOR

In 50 Städten gab es z.T. breite Aktionsbündnisse, dazu kommen weitere Orte mit kleineren Bündnissen und Aktionen von MLPD und ihrem Jugendverband REBELL. Sie organisierten den Verkauf des Buches "Katastrophenalarm – was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?".

"An unserem kleinen Stand heute haben wir auf Anhieb drei Exemplare von 'Katastrophenalarm' verkauft", berichten Korrespondenten aus Ingolstadt. "Seit wir uns in der Studiengruppe intensiv mit dem Buch beschäftigen, fallen uns immer Argumente ein, warum unser jeweiliges Gegenüber das Buch braucht. Die wissenschaftlichen Prognosen über die Entwicklung der globalen Umweltkrise interessieren die Menschen sehr."

Die Umweltgruppen der MLPD nutzten den heutigen Tag, um Mitglieder und Interessenten zu gewinnen. Die vor einer Woche erfolgreich gegründete Umweltgewerkschaft gewann ebenfalls eine ganze Reihe von Mitgliedern.

Aus Hamburg berichten Korrespondenten: "Wie lange wird es Hamburg noch geben, wenn der Anstieg des Meeresspiegels nicht verhindert wird? Da tut der Senat, wie in Berichten am Offenen Mikrofon aufgedeckt wurde, das Seinige dazu. Er sorgt dafür, dass die größte Dreckschleuder Europas, das Kohlekraftwerk Moorburg von Vattenfall, jetzt endgültig ans Netz geht, lässt ungehindert die gefährlichsten Atomtransporte täglich Hafen und Stadt passieren und fördert die 9. Elbvertiefung, angeblich für den Erhalt von Arbeitsplätzen, in Wahrheit allein für den Maximalprofit der Reeder und Bauunternehmen auf Kosten der Umwelt."

International ging es in Nürnberg zu: "Mitten im Christkindlesmarkt-Trubel haben wir unsere Aktion durchgeführt. Dabei trafen wir auf Interessierte aus allen Herren Länder: ein Ehepaar aus den USA, die aktive Fracking-Gegner sind und sich für einen weiteren Austausch interessieren, eine Gruppe tschechischer Jugendlicher, welche besonders die Antiatomkraftbewegung unterstützen wollten, eine Frau aus Berlin, die sich für die MLPD interessierte, weil sie sich gut daran erinnerte, wie sie in der DDR Mülltrennung betrieben usw. … Der REBELL und die Mitglieder der Umwelt-AG machten eine Wäscheleine zu den Faktoren der drohenden Umweltkatastrophe und fragte die Jugendlichen nach ihrer Meinung dazu."

Vertreter von Migrantenorganisationen beteiligten sich an einer kurzen, aber eindrucksvollen Kundgebung auf dem Wiener Platz in Köln-Mülheim. Hier berichtete ein Sprecher der Leverkusener Gruppe der Umweltgewerkschaft vom Widerstand gegen die Inbetriebnahme der CO-Pipeline von Bayer, die von Dormagen nach Krefeld führt.

Über internationale Aktivitäten zum ICOR-Umweltkampftag berichtet ein Korrespondent an "rf-news": "Am 5. Dezember war ein Tag mit Protesten in ganz Indien, gegen die Gesetze der neuen Modi-Regierung, die einen weitgehenden Abbau von Arbeiterrechten vorsehen. Dazu wurde von fast allen großen indischen Gewerkschaften, einschließlich der mit den ICOR-Mitgliedern CPI(ML) und PCC CPI(ML) verbundenen Gewerkschaften TUCI und NTUI aufgerufen. Der 6. Dezember war ein Feiertag, wo Versammlungen zum 58. Todestag von Babasaheb Ambedkar stattfanden, dem 'Vater der indischen Verfassung'. Deshalb sind in verschiedenen Staaten Aktivitäten zum Umweltkampftag am 7. oder 8. Dezember vorgesehen. ... Die Schweizer ICOR-Organisation MLGS hat den Aufruf in den vergangenen Tagen in ihrer Kleinarbeit verteilt. Am Donnerstag fanden Proteste gegen das geplante Atomwendlager Bözberg bei Laufenburg statt. Ein weiteres Hauptthema ist die Verhinderung von Fracking."