Umwelt

"Bündnis für Industrie" kontra Umweltinteressen der Gewerkschaftsbasis

Stuttgart (Korrespondenz), 16.12.14: Während in einer wachsenden Zahl von Betriebs- und Vertrauensleuteversammlungen die Umweltzerstörung durch Konzerne und Regierung von Kollegen angegriffen wird, positioniert sich insbesondere die IG Metall- und ICBCE-Führung immer offensichtlicher für die zerstörerischen (Profit)-Interessen der Monopole. Diese sind aber gerade der Ausgangspunkt wachsender Umweltzerstörung.

So hat die Betriebsrats- und IGM-Spitze zwar das "Aus" für die von Daimler geplante Schließung der Batteriezellenfertigung ihrer Tochtergesellschaft Li-Tec in Kamenz kritisiert; aber nicht, weil dies Arbeitsplätze zerstört und ein weiterer Schritt hin zur Klima-Katastrophe bedeutet, sondern weil dies die "Zukunftsinteressen der deutschen Leitbranchen Fahrzeugbau und Maschinenbau" gefährde.

Inzwischen wird in der IGM breit für ein "Bündnis für Industrie" geworben. … Im Hinblick auf den im Herbst 2015 stattfindenden IGM-Gewerkschaftstag muss an der Basis dringend eine Diskussion entfaltet werden über die Einheit von Mensch und Natur und die Haltung unserer Gewerkschaft zur Umweltfrage.