Politik

Dresden: Antifaschisten und Montagsdemonstranten setzen Zeichen gegen "Pegida"-Demagogen

Dresden: Antifaschisten und Montagsdemonstranten setzen Zeichen gegen "Pegida"-Demagogen
Plakat für die Münchner Anti-"Pegida"-Demonstration

Dresden (Korrespondenz), 23.12.14: Die Dresdner Montagsdemonstranten hatten sich bereits in den letzten Wochen eindeutig gegen "Pegida" ausgesprochen und sich mehrfach an antifaschistischen Gegenaktionen beteiligt. Auch gestern versammelten sich wieder tausende Antifaschisten bei einer Aktion des Bündnisses "Dresden nazifrei" (siehe "rf-news"-Meldung). Wir führten dieses Mal unsere eigene Montagsaktion durch, um danach wie üblich das Jahr gemeinsam ausklingen lassen. Doch vor Sekt und Kuchen stand noch ein Stunde heftiger öffentlicher Auseinandersetzung mit sehr viel Zustimmung, aber auch Anfeindung.

Eine große Masse von "Pegida"-Anhängern mit Fahnen aus Berlin und Brandenburg - später sahen wir auch die bayrische Landesfahne - marschierte durch die Innenstadt. Es war ganz offensichtlich, dass ein solcher Auftritt nicht irgendwie "spontan" erfolgte, sondern einer festen Struktur bedarf. Und das Auftreten dieser Leute ließ wenig Zweifel übrig, dass es sich hier um organisierte Faschisten handelt. Sehr aggressiv näherten sie sich immer wieder unserer Kundgebung, verhielten sich verächtlich, ließen reaktionäre und rassistische Sprüche los, beschimpften die Redner und verbreiteten ein Klima der Einschüchterung.

Die Montagsdemonstranten hielten aber gut dagegen. Jeder ihrer Beiträge fand Beifall von Umstehenden. Mehrere Zuhörer, darunter einige junge Migranten, bedankten sich ausdrücklich für den Mut, in der Dresdner Innenstadt "Pegida" anzugreifen. Am 5. Januar geht's in Dresden weiter mit der Montagsdemonstration. Wir werden uns gut vorbereiten.