Politik

Montagsdemo Dresden unterstützt Protest gegen "Pegida"

Dresden (Korrespondenz), 22.12.14: Traditionell steht auf dem Programm der Dresdner Montagsdemo "Tag des Widerstands" am 22. Dezember der Jahresrück- und -ausblick im Mittelpunkt. Wie üblich um 18 Uhr auf der Prager Straße vor Karstadt. Anschließend geht es dann zum um ca. 19 Uhr zum gemeinsamen Jahresabschlussessen unserer Geburtstagskasse. Dabei wird ein Thema der Kundgebung die Entlarvung der üblen rassistischen und faschistoiden Demagogie von "Pegida" sein.

Deren Organisatoren laden übrigens an diesem Montag zum "Weihnachtssingen" ein. Das ist ein glatter Hohn! Wenn es nach den "Pegida"-Initiatoren gegangen wäre, hätten "Maria und Josef" als Flüchtlinge doch gar keine Einreise erhalten. Nach "Pegida"-Logik waren das ja auch nur angebliche "Wirtschaftsflüchtlinge". Es sind aber doch nicht die Einwanderer, die die Sozialkassen plündern, sondern die Banken und Konzerne! Übrigens hat Dresden nur einen Ausländeranteil von ca. 3 Prozent, aber fast 10 Prozent Arbeitslose. Rund 10 Prozent der Menschen in Sachsen leben von sozialer Mindestsicherung (Hartz IV und anderen). Davon will "Pegida" ablenken.

Die Montagsdemo schließt dagegen Arbeitende und Arbeitslose sowie Ausländer und Deutsche im Kampf gegen die Hartz-Gesetze, für 10 Euro Mindestlohn und vieles mehr zusammen. Sie steht für internationale Solidarität und ist strikt gegen Rassismus sowie religiösen Fanatismus. Stattdessen tritt sie für das Verbot aller faschistischen Organisationen ein. Wir machen am offenen Mikro eine tiefgreifende Überzeugungsarbeit und wollen den Menschen helfen, die Demagogie von "Pegida" zu durchschauen. Die Dresdner Montagsdemo beteiligt sich auch aktiv an den antifaschistischen Protesten von "Dresden Nazifrei". Für den 22. Dezember ruft das Bündnis zu einer Demonstration und Kundgebung unter dem Motto "Bunt, weltoffen, laut" um 17 Uhr am Bahnhof Dresden-Neustadt auf.